Gratis-Content bald am Ende: Google-Marketing-Boss Arora rechnet mit Ende der Kostenlos-Kultur im Netz

Google LogoGratis-Content im Internet lebt – oder eben doch nicht? Zumindest rechnet das Management beim kalifornischen Suchmaschinen-Riesen Google.com nicht damit, dass sich „langfristig Gratis-Geschäftsmodelle im mobilen und stationären Internet durchsetzen können.

„Inhalte werden auch weiterhin auf verschiedene Weisen monetarisiert – mit Werbung, mit Abonnements oder Zahlung nach Nutzung“, sagte Google-Vertriebschef Nikesh Arora der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ/Dienstagausgabe). Die Inhalte-Industrie müsse sich aber die möglichen Skaleneffekte im Internet zu Nutze machen.

„Der Markt besteht aus mehr als 1,2 Milliarden Internetnutzern in der Welt. Dann ist auch ein Dollar je Nutzer viel Geld. Wer aber nur 100 Nutzer hat, braucht viel mehr Geld von jedem Einzelnen.“

Produkte könnten nicht mehr fürlokale Märkte gemacht werden. „Erfolgreiche Modelle wie Youtube, Facebook oderTwitter bauen auf diese Skaleneffekte, beziehen die gesamte Internetbevölkerungmit ein.“

Der Versuch, das mobile Internet zu einer anderen Kategorie zu machen, sei  aber der falsche Ansatz. „Das mobile Internet wird dadurch getrieben, dass dieNutzer die Anwendungen aus dem stationären Netz genauso gut auf ihren Smartphones einsetzen können. Die zehn beliebtesten Applikationen auf mobilen Geräten werden auch im stationären Netz angewendet“, betont Arora.

Google war Anfang des Jahres in die Domäne der Handyhersteller und Netzwerkbetreiber vorgestoßen und bietet nun sein eigenes, von HTC produziertes, Smartphone „NexusOne“ an.

Google wolle den Qualitätsstandard bei Smartphonesheben, sagte Arora. „Nach unserer Einschätzung haben wir das Niveau des bestenAndroid-Gerätes angehoben.“

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