Sexting: US-Teens droht Knast bei Nacktbild-Versand per Handy oder Internet

techfever photo sextingUS-Teens, die Nacktfotos oder -Videos per Handy verschicken oder online posten, können sich strafbar machen. Selbst dann, wenn sie Fotos von sich selbst in Umlauf bringen. Und das ist in den USA jeder fünfte Teenager, wie eine in der New York Times zitierte Studie herausgefunden haben will, die von der National Campaign to Prevent Teen and Unplanned Pregnancy und CosmoGirl.com in Auftrag gegeben wurde.

Demnach machen 20 Prozent der amerikanischen Teenager Nacktfotos- oder Videos von sich selbst, stellen diese online oder verschicken sie. Meistens an ihren Freund oder ihre Freundin, in 70 Prozent der Fälle. Ein Großteil, etwas weniger als ein Drittel, versucht so auch mit jemandem anzubandeln. „Sexting“ wird das genannt.

Das Problem liegt auf der Hand: Wie schnell können private Digi-Fotos oder -Videos von einem Handy auf dem Mobiltelefon des nächsten landen, um sich dann zu  multiplizieren oder in Social-Networks aufzutauchen, die die Teens in Scharen als neuen Treffpunkt auserkoren haben.

Wie die New York Times berichtet, können sich Teens so nach geltendem Recht in den USA der Kinderpornographie schuldig machen. Denn es ist illegal, „anstößige“ Fotos von Minderjährigen zu machen, besitzen oder zu verteilen. So werden derzeit einige Fälle in den USA verhandelt. Der Ausgang ist noch abzuwarten.

Klar ist, dass Teenager in dieser Hinsicht aufgeklärt und geschützt werden müssen. Denn das elektronische Mitteilungsbedürfnis der Teens kann in Kombination mit der sexuellen Neugier und der in diesem Alter fehlenden Weitsicht zu Aktionen verleiten, die schnell zu bedauern sind.

Denn: Eine digitale Bilderlawine, die einmal losgetreten wird, ist kaum mehr zu stoppen. Und das Internet vergisst digitale Ausrutscher praktisch nie.

One Response

  1. Pingback: Webnews.de 27. März 2009
  2. Aufkaerer 14. April 2009

Leave a Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.