Test Wiko View 3 Pro: Top-Smartphone mit Triple-Kamera im #HandsOn

Test Wiko View 3 Pro Smartphone

Wie teuer darf ein Android-Smartphone sein? Wer direkt in China kauft, kann schon für umgerechnet 100 Euro ein ordentliches Produkt erhalten. Natürlich mit etlichen Nachteilen, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Wo liegen die Unterschiede zwischen billig und teuer? Es ist nicht nur der Markenname, der eine Rolle spielt. Die Materialien, die Verarbeitungsqualität, die Kamera und das Display bestimmen ebenfalls den Preis.

Man spürt es meist sofort, wenn man ein billiges Smartphone in der Hand hält, und man sieht die Unterschiede, wenn sich das Display mit geringer Auflösung und schwachen Farben einschaltet. Gute Fotos zu schießen, das ist bei allen Smartphones nach der Pflicht die wohl schwierigste Herausforderung der Kür. Dabei geht es nicht nur um Pixelzahl und Auflösung, sondern auch um die Detailzeichnung und die Leistungsfähigkeit bei schwachem Licht.

Wiko View 3 Pro kann überzeugen

Wiko hat Blogger und Journalisten vor kurzem nach Marseille eingeladen – zum Sitz der französischen Firma. Dort konnte man sich überzeugen, wie Design, Produktentwicklung und Marketing diskutiert und umgesetzt werden. In den Gesprächen stellte sich heraus, dass die Franzosen auf eine vornehmlich jugendliche Zielgruppe setzen und eine Fan-Community rund um die Marke etablieren wollen. Außerdem legen die Franzosen viel Wert auf Design – sowohl beim Produkt als auch bei vielen Accessoires.

Generell beweist das Wiko View 3 Pro, dass gute Smartphones schon lange nicht mehr teuer sein müssen – und dennoch überrascht das View 3 Pro nicht nur durch seine tadellose Verarbeitung und gute Technik, sondern auch durch die hervorragenden Triple-Kamera. Und all das zu einem günstigen Preis.

 

 

 Das Wiko View 3 Pro bietet eine Triple-Kamera bestehend aus einem 12-MP-Weitwinkel, 13-MP-Ultra-Weitwinkel und 5-MP-Tiefensensor

Gelungenes Design muss nicht teuer sein

Unser Test­gerät ist das Wiko View 3 Pro in der Farb­va­ri­ante Anthracite Blue/Gold – eine gelungene Kombi­na­tion aus beiden Farben, die auf dem Rahmen verschmelzen. Der größte Teil in Blau gehalten, im oberen Drittel dominiert der goldene Farb­teil. Ein absoluter Hingucker ist das Premium-Glass-Design der Gehäu­se­rück­seite. Die Verar­bei­tung des Wiko View 3 Pro ist hervorragend, scharfe Kanten sucht man vergebens.

Das zeigt sich auch bei den Funk­ti­ons­tasten (Laut­stärke und Power­button), die an der rechten Gehäus­e­seite sitzen und sich perfekt bedienen lassen. Am oberen Rand sitzt zusätzlich zur Frontkamera und ein Lautsprecher, beim unteren Lautsprecher vermisst man lediglich etwas den Bass. Der USB-C-Port zum Laden oder zur Datenübertragung befindet sich an der Unterseite, der 3,5-mm-Klinkenstecker an der Oberseite.

Der Ein-und Austaster und die Lautstärkewippe auf seiner rechten Seite haben einen vernünftigen Druckpunkt. Nettes Extra: Wiko legt dem View 3 Pro eine transparente TPU-Hülle bei. Diese schützt Rückseite und Rahmen vor unvermeidlichen Kratzern.

Großes Display beim Wiko View 3 Pro

Das 6,3 Zoll große LCD-Panel (Phablet-Maße) löst 2340 × 1080 Pixel auf und ist im Seitenverhältnis von 19:9 gehalten – mit einer guten Pixeldichte von 406 ppi. Das Gerät überzeugt mit kräftigen Farben und guten Kontrasten. Verglichen mit dem Rest des Geräts ist das Display sicher nicht das Prunkstück des View 3 Pro, fällt aber auch nicht unangenehm auf, schon gar nicht in dieser Preisklasse.

Die seitlichen und oberen Displayränder sind verhältnismäßig schmal, der untere Rand ist etwas breiter gehalten. Das scharfe Display lässt es sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen, zwar hätte die Helligkeit etwas höher sein können, im Alltag hat dies allerdings nicht wirklich gestört. Die tropfenförmige Notch am oberen Rand ist etwas kleiner als beim Vorgänger View 2. Darin befindet sich die Frontkamera.

Das ist mitt­ler­weile ein typi­sches Design, das sich durch viele Smart­phones zieht. Der USB-C-Port zum Laden oder zur Datenübertragung befindet sich an der Unterseite, der 3,5-mm-Klinkenstecker an der Oberseite. Nettes Extra: Wiko legt dem View 3 Pro eine transparente TPU-Hülle bei. Diese schützt z.B. Rückseite und Rahmen vor Kratzern.

Gut: Wiko verbaut einen USB-C-Anschluss

Hardware: Prozessor mit acht Kernen

Im Innern des View 3 Pro werkelt ein Mediatek Helio P60, ein Prozessor mit acht Kernen, der eine Taktfrequenz zwischen 793 und 1800 MHz hat. Unterstützt wird er von einem 6 GB großen Arbeitsspeicher. Das reicht aus, um Apps schnell zu öffnen, und flott von einer Anwendung zur nächsten zu wechseln. Android 9 ist flott und ohne Verzögerungen bedienbar – auch Games lassen sich locker durchspielen. Zusätzlich kann man den ohnehin schon großzügigen 128-GB-Speicher mit einer SD-Karte um weitere 128 GB erweitern, oder man nutzt stattdessen eine zweite SIM-Karte.

In Sachen Konnektivität bietet das View 3 Pro außerdem schnelles ac-WLAN, NFC, einen USB-C- und Klinkenanschluss. Nach oben abgerundet wird das System durch einem 4.000-mAh-Akku, der dank beiliegendem 18-Watt-Netzteil auch schnell wieder befüllt wird. Ungefähr zwei Tage Laufzeit sind so locker drin.

Kamera

Ein Novum für die Preisklasse ist die Triple-Kamera auf der Rückseite, die neben einer Standardlinse mit 12 Megapixeln Auflösung auch ein Ultra-Weitwinkel mit 13 Megapixeln Auflösung bietet. Der dritte Sensor im Gespann löst mit 5 Megapixeln auf und sorgt bei Porträts für Tiefeninformationen. Unter der Kameraeinheit befindet sich außerdem ein Dual-Tone-Blitz.

Die Hauptkamera nutzt einen Sony IMX486 Kamera-Sensor mit 12 Megapixeln sowie 1,25 μm Pixelgröße, unterstützt von einer 5-Megapixel-Kamera für einen Hardware-Bokeh-Effekt. Dieser funktioniert im Test gut, aber kaum besser als eine reine Software-Lösung, wie sie die Pixel-Phones mit je nur einer Linse nutzen. Die tatsächliche Notwendigkeit dieser Zusatzkamera stellt das in Frage.

Einen echten Mehrwert bietet die mit 120 Grad sehr weitwinklige dritte Kamera mit 13 Megapixeln. In vielen Situationen, in denen man gerne mehr aufs Bild bekommen würde, bewährt sich die Weitwinkellinse, die man nach einiger Zeit nicht mehr missen will.

Die Bildqualität ist reicht oft nicht an die der teuren Highend-Smartphones heran. Das ist auch bei der View 3 Pro hier der Fall. Die Bilder wirken in hellen Lichtverhältnissen scharf und ausgewogen, lassen aber voll herangezoomt die letzten Details vermissen.

Aber die Weitwinkelkamera ist ein echtes Plus – deren Qualität kann sich sehen lassen. Generell ist die Qualität im Vergleich zu anderen Mittelklassegeräten deutlich besser. Die Frontkamera knipst mit 16 Megapixeln und kann z.B. für Selfies perfekt genutzt werden.

 

Test Wiko View 3 Pro Test Wiko View 3 Pro: Bei der Rückseite des View 3 Pro setzt Wiko auf Glas, das leicht strukturiert ist

Wiko View 3 Pro: Akku soll zwei Tage durchhalten

Der Akku fasst stolze 4000 mAh. Damit soll das Wiko View 3 Pro laut Hersteller zwei Tage durchhalten. In unserem Test bestätigte sich dieser Wert bei moderater Nutzung. Damit hält das View 3 Pro länger durch als in der Preisklasse und Ausstattungsstufe üblich. Das View 3 Pro unterstützt Fast-Charging Pump Express. Das mitgelieferte Netzteil lädt den Akku in 30 min um etwa 30 Prozent. Für eine komplette Ladung muss das Wiko knapp zwei Stunden am Netz hängen.

Das Wiko View 3 Pro wird mit Android 9 ausgeliefert. Gut: Die Firma Wiko versichert, dass man das View 3 Pro mindestens zwei Jahre lang mit Sicherheits-Updates versorgen wird.

Fazit: Test Wiko View 3 Pro

Lohnt sich der Kauf? Wer das View 3 Pro von Wiko in die Hand nimmt, spürt Oberklasse: Das Gerät ist ein Smart­phone mit guter Perfor­mance und guter Kamera-Leis­tung bei ausrei­chend guten Licht­ver­hält­nissen. Nichts knarzt, alles wirkt robust und zugleich elegant. Das Wiko View 3 Pro wirkt elegant, durchdacht, auf die Wünsche des Nutzers zugeschnitten. Klasse ist der große Akku, mit dem das View 3 Pro lange durchhält. Und das bei einem Gerät für nur knapp 300 Euro. Besser geht’s kaum.

Foto-Galerie Test Wiko View 3 Pro

 

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