Weltzeitungskongress: Neue Wege… (verzweifelt) gesucht

5. September 2012 | by TechFieber.de

Newspapers

Wer sucht, der findet, heißt es im Volksmund. Und mit Suchen sind derzeit die Printmedien beschäftigt. Angesichts sinkender Werbeumsätze haben etwa 1000 Branchenvertreter aus über 90 Ländern in Kiew auf dem Weltzeitungskongress nach neuen Einnahmequellen im Internet gesucht. Neue Wege sollen gefunden werden, die gedruckte Zeitungen und Magazine in der Web-Ära einschlagen können, ohne ihre Unabhängigkeit zu gefährden.

Es gelte, Lösungen für den Übergang ins digitale Zeitalter und die Wahrung der Unabhängigkeit der Medien zu finden, betonten Redner am Mittwoch zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung in der ukrainischen Hauptstadt. Die Branche könne die sinkenden Einnahmen in gedruckten Ausgaben derzeit im Onlinebereich nicht wettmachen, hieß es. Vor allem in den USA führe dies zu massivem Zeitungssterben.

Auswege werden in Kombinationen von Print- und Onlineabonnements oder der Bindung an elektronische Lesegeräte und Bezahlschranken für Online-Inhalte (Paywalls) gesucht. Mit den sinkenden Werbeumsätzen stehe auch die Unabhängigkeit der Medien immer mehr infrage, klagten Teilnehmer in der Metropole der Ex-Sowjetrepublik.

Das Thema Unabhängigkeit sei vor dem Hintergrund der Probleme mit der Pressefreiheit beim Gastgeber Ukraine besonders aktuell. Zur Eröffnung des wichtigen Branchentreffens hatten während der Rede von Präsident Viktor Janukowitsch einheimische Journalisten gegen zunehmenden Druck auf unabhängige Medien protestiert.

Dem Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien WAN-IFRA gehören insgesamt 18 000 Printmedien, rund 15 000 Internetportale und 3000 Mediengesellschaften an. Der Kongress wird jährlich abgehalten.

Mehr bei TechFieber zum Thema: , ,

Antwort schreiben