[Forschung] Batterien und Akkus künftig aus Papier-Recycling?

22. August 2012 | by Bianca Appelmann

Batterien und Akkus künftig aus Papier-Recycling?

Batterien und Akkus – in unserer immer mobiler werdenden Zeit sind sie äußerst wichtige Accessoires. Ein ungeplant toter Akku kann für den ein oder anderen eine Katastrophe bedeuten, gerade in beruflicher Hinsicht, man stelle sich nur vor wie beispielsweise per leerem Akku eine Präsentation ein unrühmliches Ende nehmen kann. In einer solchen Situation ist man noch einigermaßen gut bedient, wenn man irgendwo eine verwaiste Steckdose findet, um dem Schrittmacher unserer Dingsies wieder ein wenig Leben einhauchen zu können. Besser also, man rüstet sich mit Ersatzakkus aus.

Doch da beginnt sich bei ökologisch bewussten Menschen das Gewisssen zu regen, denn schließlich ist so ein Akku oder eine Batterie sowohl in der Herstellung als auch am Ende der Gebrauchskette nicht gerade unproblematisch. Berge von Metallen werden für die Akku- und Batterieproduktion aufgewendet – und Metalle sind bekanntlich weit davon entfernt, als erneuerbarer/nachwachsender Rohstoff durchzugehen.

Wissenschaftler der Universität Posen in Polen und der schwedischen Universität Linköping haben nun herausgefunden, dass ein neues, von ihnen entwickeltes chemisches Verfahren die Energiegewinnung aus Abfällen der Papierindustrie (Lignin-Derivate) erlaubt.

Wer die chemischen Details zu diesem Vorgang braucht, geht am besten dem Link unten nach (englischsprachige Seite). Das Verfahren ist zwar im Moment noch weit davon entfernt kommerziell zu werden, doch dieses neue Verfahren verspricht gleich mehrere Vorteile. Neben zu erwartenden Kostensenkungen in der Elektroden-Produktion könnten diese zugleich sicherer und ungiftiger hergestellt werden. Zudem haben die Versuche der polnisch-schwedischen Wissenschaftsgruppe gerade einmal auf die Möglichkeiten von Lignin-Derivaten hingewiesen; die ganze Vielfalt an Stoffen dieser Stoffgruppe sind noch gar nicht ausgelotet.

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