Mit Google wird geforscht

12. Juli 2011 | by Alex Reiger

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Ein Leben ohne Internet? Gab es das einmal? Ja, und deshalb wollen drei renommierte deutsche Forschungseinrichtungen erforschen, wie das Web die Gesellschaft verändert – mit Unterstützung von Google.

Die Humboldt-Universität (HU), die Universität der Künste (UdK) und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) kündigten am Montag an, bis zum Herbst gemeinsam das «Institut für Internet und Gesellschaft» zu gründen. Der US-Internetkonzern finanziert die in Berlin angesiedelte Einrichtung mit 4,5 Millionen Euro für zunächst drei Jahre. Trotz dieser Finanzspritze sei das Institut komplett unabhängig, betonten die Forscher und das Unternehmen.

Das Internet verändere die Gesellschaft dynamisch, sagte HU-Präsident Jan-Hendrik Olbertz. «Wir haben ein Interesse, möglichst viel in Erfahrung zu bringen über die Konsequenzen dieser weltweiten Vernetzung von Informationen.» Mit vielen Fragen beschäftige man sich bereits, betonte UdK-Präsident Martin Rennert – es fehle jedoch an Mitteln, um ein gemeinsames Institut zu gründen.

Die drei Direktoren stehen jeweils für einen Schwerpunkt. Prof. Ingolf Pernice von der HU will erforschen, wie das Internet sich auf Recht und Verfassung auswirkt. Prof. Thomas Schildhauer von der UdK widmet sich Innovationen, die das Netz möglich macht, aber auch der Frage, wie das Recht auf geistiges Eigentum erhalten werden kann. Jeanette Hofmann vom WZB untersucht Regeln und Institutionen, die das Internet regulieren. Einen weiteren Schwerpunkt deckt Wolfgang Schulz vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (HBI) in Hamburg ab, das mit dem Institut kooperiert. Sein Fokus richtet sich auf das Medienrecht.

Eine Aufteilung in Forschungs- und Fördergesellschaft soll die Unabhängigkeit des Instituts sichern. Google stelle bei der Kooperation keine Bedingungen, betonte WZB-Präsidentin Jutta Allmendinger. Inhalte und Ziele der Arbeit legt der wissenschaftliche Arm des Instituts autonom fest, ein Beirat mit «renommierten Pers

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