Social Network, ganz sachlich: Leih dir was auf Frents.com

11. April 2011 | by Silvia Kling

Frents

Gelegentlich wäre eine Bohrmaschine ja ganz nützlich. Oder eine Heckenschere. Vielleicht auch mal ein Sachbuch über Gartenzwerge oder ein komplettes Soundsystem. Wer nicht gleich was kaufen, will der kann ja mal bei Freunden und Nachbarn nachfragen. Und genau das ist das Konzept von frents.com. Die Betreiber aus Berlin, die ihre Plattform als «soziales Netzwerk für Sachen» bezeichnen, machen aus allen Usern kurzerhand freundliche Nachbarn oder Freunde, die mal gerne dies und das verleihen.

Wie bei Facebook oder MeinVZ vernetzen sich die Frents-Mitglieder und können sich austauschen. Im Vordergrund steht jedoch, sich gegenseitig auszuhelfen – mit Werkzeugen, Apparaten und anderen Dingen. Wer etwas verleihen möchte, stellt seine Sachen ins virtuelle Regal. Andere Benutzer bekommen so die Möglichkeit, sie auszuleihen – kostenlos oder gegen Leihgebühr.Besonders beliebt und häufig im Angebot sind Bücher, Musik-CDs und DVDs. Aber auch Werkzeuge, Brettspiele, Schmuck, Kleidung, Handys, Videospiele samt Konsole, Werkzeuge und sogar Möbel findet man hier. Bevor man also für einen Urlaub in den Bergen extra Skier kauft, bewahrt ein Blick auf frents.com womöglich davor, dass die teure Ausrüstung hinterher ungenutzt in der Ecke verstaubt. Gruppen, in denen sich Mitglieder mit gleichen Interessen zusammenschließen, erleichtern die Suche und machen auf neue Sachen aufmerksam. So gibt es zum Beispiel Gruppen für amerikanische TV-Serien, Barbie-Puppen oder Hochzeitsautos.

Bei der Suche zeigt frents.com zuerst Treffer an, die in der Nähe liegen und sich bequem abholen lassen. Benutzer in großen Städten haben daher bessere Chancen, in der Umgebung etwas Passendes zu finden. Zudem sorgt der Verleihmanager dafür, nicht zu vergessen, an wen man was verliehen hat und was man sich selbst von wem geborgt hat. Frents.com selbst ist übrigens kostenlos: Die Betreiber verlangen für das Einstellen sowie Ver- und Ausleihen keinerlei Gebühren. (tf/sk/dpa)

 

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Kommentare (3)

  1. Robby says:

    Eigentlich eine simple, aber geniale Idee, warum kommt man nie selbst auf soetwas…

  2. Sasso says:

    Wow, geniale Idee! Endlich mal ein Netzwerk, das Sinn macht und nicht nur um Gerede geht. Gegen die großen Player wird da eh keiner mehr gegen an kommen. Das hier ist mal echt eine schöne Idee, die zeigt, was im sozialen Kontext noch alles so möglich ist.

  3. Plusnull says:

    Tolle Sache das, die Website ist auch noch ansprechend designt!

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