Loveparade-Katastrophe: Keine Handhabe gegen Veröffentlichung von Überwachungs-Videos aus Duisburg

30. August 2010 | by TechFieber.de

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat offenbar keine rechtliche Handhabe, die von Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller angekündigte Veröffentlichung der Überwachungsvideos vom Katastrophentag zu verhindern. «Nach meinen Informationen sieht die Staatsanwaltschaft Duisburg keine Möglichkeit, die Pläne Schallers juristisch zu stoppen», sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Montagausgabe).

Die Strafverfolgungsbehörde habe Schaller aber in einem Schreiben «dringend aufgefordert, das Material der sieben Überwachungskameras aus Gründen der Pietät und Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht zu veröffentlichen».

Auch der Gewerkschaftsvorsitzende warnte Schaller vor dem Schritt an die Öffentlichkeit: «Es wäre das Allerletzte, die Hinterbliebenen im Netz mit den Bildern ihrer sterbenden Angehörigen zu konfrontieren.» Zudem bestehe ein erhebliches Risiko, mit den Videobildern Zeugen der Vorfälle zu beeinflussen. «Herr Schaller manipuliert und verdunkelt, wo er kann. Ihm geht es offenbar nicht um die Wahrheit, sondern nur darum, seinen eigenen Hals zu retten.»

tf/mei/ddp

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