[Sicherheit] Schadprogramme: Vorsicht vor betrügerischer Scareware am PC

26. August 2010 | by Alex Reiger

Sogenannte Scareware spielt mit den Ängsten verunsicherter Computernutzer. Solche Programme melden einen angeblichen Virenbefall und bieten Abhilfe gegen Bezahlung an. Parallel schaltet die Software oft legitime und bereits vorhandene Schutzprogramme aus. Antiviren-Programme haben Schwierigkeiten, die betrügerischen Doppelgänger zu erkennen, weil diesen klassische Merkmale fehlen, wie die Zeitschrift «c’t» (Ausgabe 18/10) berichtet. Nutzer sollen für eine gefälschte und in der Regel völlig nutzlose Antiviren-Software zahlen.

Ist solche Scareware erst vom Nutzer installiert oder über Sicherheitslücken heimlich untergeschoben, folgen schrille Warnungen bis die teure Vollversion gekauft ist. Sie kosten oftmals zwischen 35 und 50 Euro. Ist die Zahlung erst erfolgt, verschwinden die vielen Hinweise auf angebliche Schädlinge.

Die rechtliche Situation ist schwierig, wie die Zeitschrift weiter berichtet. Einerseits stimmen die Betroffenen den Geschäftsbedingungen freiwillig zu. Andererseits enthalten einige Scareware-Varianten tatsächlich nützliche Elemente wie etwa die eigentlich kostenlose Open-Source-Antivirensoftware ClamAV. Wer sich bereits auf Scareware eingelassen hat, sollte seine Kreditkartennummer ändern.

tf/mei/ddp

Mehr bei TechFieber zum Thema: , ,

Antwort schreiben