[Loveparade] Suche nach den Schuldigen läuft auf Hochtouren: Berliner Innensenator Ehrhart Körting lehnt Schnell-Verurteilungen ab

26. Juli 2010 | by TechFieber.de

loveparade duisburg youtube katstropheBei der Suche nach den Schuldigen für das Unglück bei der Loveparade in Duisburg mit 19 Toten und 342 Verletzten lehnt Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) «Schnellverurteilungen» ab. Das Ermittlungsverfahren werde jetzt alle Details klären, sagte Körting am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Er wolle keine «Ferndiagnosen» machen, zeigte sich aber sicher, dass «alles aufgeklärt wird, weil man Konsequenzen für die Zukunft ziehen muss». Bei solchen Großveranstaltungen gebe es jedoch immer ein «Restrisiko».

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen, Frank Richter, forderte eine bessere Ausbildung von Ordnern. Es reiche nicht, jemandem nur eine Binde umzulegen und zu sagen: «Du bist jetzt Ordner», kritisierte Richter am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Auch er monierte, das Gelände, auf dem die Loveparade in Duisburg stattfand, sei für eine solche Veranstaltung gar nicht ausgerichtet gewesen. Die GdP habe zwar darauf hingewiesen. Für die Sicherheit seien jedoch der Veranstalter und die Genehmigungsbehörde, nicht die Polizei zuständig gewesen.

Laut einem Bericht von «Spiegel Online» war das Partygelände nur für 250 000 Menschen freigegeben. Das geht aus einem Verwaltungsdokument hervor, aus dem die Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins zitiert. Die Veranstalter des Festes hatten noch wenige Stunden vor dem Unglück von etwa 1,4 Millionen erwarteten Teilnehmern gesprochen.

tf/war/ddp

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