Loveparade-Katastrophe: Polizei-Gewerkschaft plagten Sicherheits-Bedenken vor dem Event

25. Juli 2010 | by TechFieber.de

Sicherheitskräfte haben nach Angaben der Deutschen Polizeigewerkschaft bereits vor der diesjährigen Loveparade in Duisburg massive Vorbehalte geäußert. Das Gelände, auf dem die Techno-Party stattfand, sei viel zu klein gewesen, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, Wolfgang Orscheschek, am Sonntag.

Die 19 Toten und 342 Verletzten, die es bei einer Massenpanik am Rande der Loveparade gab, seien «Opfer materieller Interessen» geworden, kritisierte der Gewerkschafter. Die Stadt Duisburg sei bei der Planung der Loveparade von Veranstalterseite derart in die Enge getrieben worden, dass sie trotz «eindringlicher Warnungen aus dem Sicherheitsbereich» nur habe «Ja» sagen können.

Scharfe Kritik am Veranstalter kam auch vom Gründer der Loveparade, Dr. Motte. «Das Gelände abzusperren, war ein Fehler», schrieb der DJ, der mit bürgerlichem Namen Matthias Roeingh heißt, auf seiner Website.

Nach Angaben von Dr. Motte, der die Loveparade 1989 in Berlin aus der Taufe gehoben hatte, haben die Veranstalter aus «reiner Profitgier» gehandelt. «Da ging es doch nur ums Geldmachen. Die Veranstalter haben nicht das geringste Verantwortungsgefühl für die Menschen gezeigt», sagte er dem «Berliner Kurier» (Sonntagausgabe).

tf/mei/

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