Handy im Urlaub: Interessanter „Euro-Tarif“ für Urlauber mit Mobiltelefon im Ausland

22. Juli 2010 | by TechFieber.de

Handy im Urlaub Deutschland Euro-Tarif

Nur das Handy nicht vergessen! Für die urlaubshungrigen Bundesbürger gehört das Mobiltelefon zu den wichtigsten Reise-Utensilien. Mobiles Telefonieren am Strand wird immer günstiger. Doch Experten raten zur Vorsicht beim Surfen im Internet.

Ein Anruf oder eine E-Mail, eine kurze SMS oder ein Foto: Wenn die Urlaubsfreude am Ferienort steigt, sollen die Lieben daheim zumindest auf diesem Wege ein bisschen Sommersonne und Badespaß miterleben. Rechtzeitig zum Beginn der Ferienzeit rühren die Mobilfunknetzbetreiber wieder mit Auslandstarifen die Werbetrommel. Doch die Kasse klingelt nicht mehr so wie früher: Während vor wenigen Jahren ein mobiles Telefonat noch schnell viele Euro verschlang, sind die Preise inzwischen drastisch gesunken – zumindest beim Telefonieren.

Mussten Urlauber vor wenigen Jahren für ein einminütiges Handy-Gespräch noch bis zu drei Euro berappen, sind es heute noch gut 46 Cent einschließlich Mehrwertsteuer. Für ein ankommendes Gespräch dürfen die Unternehmen seit Anfang Juli nur noch rund 18 Cent pro Minute verlangen. Diesen sogenannten Euro-Tarif, der auf eine EU-Verordnung zurückgeht, müssen inzwischen alle Mobilfunkunternehmen anbieten.

Noch stärker sind die Preiseinschnitte beim Versenden einer SMS. Bereits im vergangenen Jahr hatte die EU-Kommission den Höchstpreis von 28 auf 13 Cent gesenkt. Damit sind im EU-Ausland abgeschickte Textnachrichten teilweise sogar günstiger als SMS, die in Deutschland versendet werden. Auch die Mobilbox wird im Ausland nicht mehr zur früher gefürchteten Kostenfalle: Versteckte Extragebühren für umgeleitete Gespräche gibt es inzwischen nicht mehr.

Das Ende der «Roaming-Abzocke» hatte die EU-Kommission eingeleitet und den teils grotesken Preisunterschieden für Handy-Gespräche zwischen den einzelnen EU-Staaten mit dem Euro-Tarif eine Absage erteilt. Bis 2015 sollen die Roaming-Gebühren nach dem Willen der Kommission sogar ganz abgeschafft sein. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Der Euro-Tarif ist nicht in jedem Fall die beste Wahl für den Urlauber. Vor allem Normal- und Vieltelefonierer können nach Angaben des Vergleichsportals Verivox ihren Geldbeutel schonen, wenn sie bei ihrem Provider einen speziellen Auslandstarif buchen: Wer zum Beispiel wöchentlich 30 bis 40 Minuten telefoniert und zehn SMS verschickt, fahre mit einem Auslandstarif meist besser als mit dem Euro-Tarif. Quasselstrippen, die wöchentlich mehr als 75 Minuten am Handy hängen, sollten sich am besten gleich eine ausländische Prepaid-Karte zulegen.

Vorsichtig sollten laut dem Tarifportal Teltarif indes alle Nutzer des mobilen Internets sein. Ein Datenvolumen von einem Megabyte könne im Ausland schnell mehr als 20 Euro kosten. Zwar hat die EU-Kommission einen Kostendeckel von knapp 60 Euro eingezogen – wenn das Limit erreicht wird, muss der Kunde informiert und die Verbindung getrennt werden. Aber ein Megabyte ist schnell aufgebraucht, wenn zum Beispiel das Smartphone E-Mails automatisch im Fünfminutentakt abruft. «In der Regel lässt sich das Datenroaming auch ganz deaktivieren», erklärt Teltarif-Sprecherin Rafaela Möhl. Eine preisgünstige, manchmal kostengünstige Alternative seien WLAN-Hotspots in Bahnhöfen, Hotels, Flughäfen, Bars oder Cafés.

Tipps zur Handynutzung im Ausland: dpaq.de/iVMDm

Handy-Kostenfallen im Urlaub vermeiden: dpaq.de/kkpgv

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