[Unkaputtbar] Robuste Laptops für schwierige Einsatzbedingungen und Terrains

1. Juli 2010 | by TechFieber.de

Unkaputtbar robuste Laptop

Notebooks dienen oft auch als Designobjekt. Wer die Geräte tatsächlich mobil gebraucht, merkt aber schnell, dass sie nicht nur schick, sondern in erster Linie funktional sein sollten.

Unterwegs kommt es auf Robustheit an und auf eine möglichst lange Akkudauer. Einige Hersteller bieten zudem Notebooks an, die besonders gegen Stürze sowie gegen Staub, Feuchtigkeit und andere äußere Einflüsse geschützt sind.

Wer beruflich viel unterwegs ist, sein Notebook oft transportiert und vor allem außerhalb von Büroumgebungen oder im Freien einsetzt, benötigt ein besonders stabiles Gerät, das gegen Spritzer, Kratzer und Erschütterung geschützt ist. «Für Architekten auf Baustellen oder für Techniker, die an Produktionsstätten vor Ort sind, ist ein solches Notebook sinnvoll», sagt Haris Musemic vom Hersteller Asus in Ratingen. Im Freizeitbereich könnte ein solches Gerät zum Beispiel für Abenteuerurlauber sinnvoll sein.

Notebooks, die komplett spritzwasser- und staubdicht sind, bietet beispielsweise Panasonic in seiner Toughbook-Serie an. Von Dell gibt es die robusten Latitude-ATG-Modelle. Unter anderem liegen die Schnittstellen hinter einer Plastikabdeckung und sind damit besser geschützt. «Ein Vorteil liegt hier darin, dass die Rechenleistung nicht reduziert ist und der Nutzer trotzdem ein stabileres Gerät bekommt», erklärt Florian Müssig von der Computerfachzeitschrift «c’t» in Hannover.

Notebooks der besonders robusten Machart kommen vor allem unter freiem Himmel zum Einsatz, sagt auch J. Simon Leitner vom Online-Magazin «Notebookcheck.com» im österreichischen Nußbach. «Die Gehäuse sind wesentlich stabiler konstruiert und mit üppigen Dämpfungs- und Sicherungselementen ausgestattet.» Dabei kämen spezielle Verbundstoffe zum Einsatz, die besonders gut Erschütterungen abfangen. Außerdem bieten viele Notebooks hellere Displays, damit auch bei Sonnenlicht noch genug zu erkennen ist.

Es gebe Serienmodelle für Privat- und Geschäftskunden, aber auch einige Nischenanbieter, die maßgeschneiderte, robuste Notebooks nach speziellen Wünschen anfertigen, sagt Leitner. «Extrem aufwendige Geräte kosten bis zu 5000 Euro.» Die meisten Serienmodelle erreichen zwar nicht diese Preisdimensionen. Für Modelle aus Panasonics Toughbook-Reihe zum Beispiel muss der Nutzer aber einen deutlichen Aufschlag zahlen, wenn er bei vergleichbarer Leistung ein Modell mit besserem Schutz haben möchte.

Die Nehmerqualitäten von Notebooks werden wie bei anderen Elektronikgeräten unter anderem in EP-Schutzklassen angegeben, erklärt Müssig. Besonders robuste Geräte lägen meist in der Klasse 4 oder 5. In dem Fall könne der Nutzer davon ausgehen, dass sein Notebook staub- und spritzwassergeschützt ist. «Das bedeutet aber nicht, dass er es ganz in Wasser eintauchen kann.»

Ein anderer Sicherheitsstandard sei der MIL-Standard 810, der aus dem militärischen Bereich stammt, sagt Müssig. Er umfasst allerdings ganz verschiedene Sicherheitsaspekte, wie etwa den Schutz vor Funkenflug zum Einsatz auf Bohrinseln. «Die Hersteller picken sich hier gerne einzelne Merkmale heraus und werben damit. Ein Notebook kann jedoch gemäß diesem Standard nie alle Kriterien erfüllen.»

Mit der Robustheit kommen aber auch Einschränkungen: Notebooks in dieser Klasse seien oft sieben bis acht Zentimeter dick, und die Technik steckt in einem sehr klobigen Gehäuse, sagt Müssig. Abstriche müsse der Nutzer deshalb auch beim Gewicht der Notebooks machen, ergänzt Leitner. Teilweise wird außerdem die Rechenleistung zugunsten längerer Akku-Laufzeiten reduziert. «Denn gerade Notebooks für den Einsatz unterwegs sollten nicht nach wenigen Stunden an die Steckdose angeschlossen werden müssen.»

Die Geräte haben üblicherweise kein Laufwerk, eine üppige Auswahl an Anschlüssen fehlt ebenso, sagt Müssig. «Für Multimedia-Anwendungen sind sie also gänzlich ungeeignet.» Und in Sachen Stil müssten Nutzer ebenfalls Kompromisse eingehen, sagt Musemic: Zugunsten der Zweckmäßigkeit werde bei robusten Notebooks gänzlich auf Designelemente und Hochglanzoberflächen verzichtet.

Wer seinen mobilen Rechner nicht bei tropischen Temperaturen oder an unfallträchtigen Arbeitsplätzen einsetzt, ist vielleicht schon mit einer Serienausstattung gut bedient. Viele normale Business-Notebooks hätten schon Sicherheitsmaßnahmen integriert, sagt Leitner. Das seien etwa der Spritzwasserschutz für die Tastatur oder eine Verstärkung des Gehäuses. Damit überstehe das Gerät in der Regel Stürze aus bis zu einem Meter Höhe. Viele Festplatten sind darüber hinaus zusätzlich gegen Erschütterungen geschützt.

[Photo: Panasonic Toughbook CF-31]

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Comment (1)

  1. arne.erpenbach says:

    Wenig informativ für Leute, die eine Suchmaschiene bedienen können. :(

    „Unkaputtbar“ sind auch die Dinger nicht. Aber im Test hat ein (noch „echtes“) IBM Thinkpad R52 unter Feldbedingungen nach drei Jahren den Geist aufgegeben; ein Toughbook CF-52 tut es hingegen noch. Einen „echten“ Rewiew hingegen mit feldtauglichen Fragestellungen hab ich noch nirgendwo gesehen. Anscheinden ist das Marksegment so klein, daß es nicht lohnt.

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