EU verdonnert Chip-Hersteller Infineon zu 331 Millionen Euro Strafe

19. Mai 2010 | by TechFieber.de

Infineon chipWegen verbotener Preisabsprachen müssen zehn Chiphersteller, darunter der Halbleiterkonzern Infineon, Millionenstrafen zahlen.

Die EU-Kommission verhängte gegen die Firmen ein Bußgeld von insgesamt mehr als 331 Millionen Euro. Davon muss Infineon 56,7 Millionen Euro aufbringen, teilte die Behörde in Brüssel mit.

Nach Ansicht der Kommission haben die Konzerne zwischen 1998 und 2002 die Preise und Mengen für Speicherchips (DRAM) abgesprochen, die in Computern und Servern benutzt werden.

Knapp die Hälfte (145,7 Millionen Euro) der Summe entfällt auf den japanischen Hersteller Samsung.
Zum Kartell gehörten die Firmen Micron, Samsung, Hynix, Infineon, NEC, Hitachi, Mitsubishi, Toshiba, Elpida und Nanya. Der US-Konzern Micron blieb straffrei, da er das Kartell anzeigte. Mehrere Firmen, darunter Infineon, gestanden die Preisabsprachen und erreichten damit eine Reduzierung ihres Strafgeldes.

Für die EU-Kommission handelt es sich um den ersten Fall, der über das neue Vergleichsverfahren beigelegt wurde. Dabei verkürzen die Wettbewerbshüter die Ermittlungsdauer, wenn Unternehmen die illegale Absprache einräumen. Ein Zehntel der Strafe wird ihnen dann erlassen.

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Comment (1)

  1. Ebert says:

    Marktschreierische, sachlich falsche Headline!

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