[Börse] DAX fällt 1,2 Prozent, TecDAX verliert 2,6 Prozent auf 800 Punkte

28. April 2010 | by TechFieber.de

Börse TecDax Dax

An der Frankfurter Aktienbörse hat es heute überwiegend verluste gegeben. Der Leitindex DAX fiel um 1,2 Prozent auf 6084 Euro. Der MDAX sank um 1,5 Prozent auf 8219 Zähler, und der TecDAX verlor 2,6 Prozent auf 800 Punkte.

Stärkster Verlierer im TecDAX waren Phoenix Solar mit einem Minus von 6,9 Prozent auf 27,00 Euro. Bechtle verbilligten sich um 6,0 Prozent auf 22,56 Euro. Dialog Semiconductor fielen um 6,1 Prozent auf 11,45 Euro. Drillisch schlossen dagegen 0,9 Prozent fester bei 5,15 Euro. Daneben lagen nur noch Medigene im Plus.

Übergeordnetes Thema war weiterhin die angespannte Lage Griechenlands. Sie führte am Vormittag zunächst zu deutlichen Verlusten, bevor sich die Kurse erholten, um kurz vor Handelsende wieder zurückzufallen. Händler verwiesen auf sich verdichtende Hoffnungen, dass die Hilfen für Griechenland schnell grünes Licht durch Deutschland erhalten werden. Als dann im späten Geschäft aber das Langfrist-Rating Spaniens von Standard & Poor’s gesenkt wurde, kam es erneut zu einem kleinen Rückschlag.

An der New Yorker Wall Street haben sich die Aktien nach dem Ausverkauf am Dienstag am Mittwoch im frühen Handel zum Teil stabilisiert. Der Dow-Jones-Index legte gegen 18.15 Uhr MESZ um 0,2 Prozent auf 11 008 Punkte zu. Der Nasdaq-Composite gab hingegen um 0,4 Prozent auf 2462 Zähler nach. Das beherrschende Thema auch am US-Aktienmarkt ist weiter die Gefahr eines Schuldnerausfalls Griechenlands und möglicherweise auch Portugals.

Die Abstufung des Kredit-Ratings Spaniens schickte den Euro am späten Nachmittag auf ein neues Jahrestief. Gegen 17.30 Uhr MESZ fiel der Euro auf 1,3116 Dollar, das ist der tiefste Stand seit Ende April 2009. Gegen 18.15 Uhr kostete der Euro 1,3130 Dollar. Eine mögliche Zuspitzung der prekären Lage hoch verschuldeter Eurozone-Mitglieder wie Griechenland und Portugal hatte den Euro bereits am Dienstag belastet. Die Europäische Zentralbank stellte am Mittwoch einen Referenzkurs von 1,3245 Dollar fest.

Bei den Einzelwerten standen die zahlreichen Quartalszahlen im Zentrum des Interesses, wobei die meisten Aktien in dem angespannten Umfeld von den guten Zahlen aber nicht profitierten. So gelang dem DAX-Konzern Merck operativ ein Gewinnsprung von 49 Prozent. Zudem wurde der Jahresausblick erhöht. Trotzdem verlor die Aktie 2,2 Prozent auf 62,88 Euro. SAP fielen trotz positiv eingestufter Geschäftszahlen um 2,9 Prozent auf 35,77 Euro. Infineon verloren nach ebenfalls als gut eingeschätzten Zahlen 0,2 Prozent auf 5,25 Euro. Angeführt wurden die Verlierer von MAN, die sich um 3,6 Prozent auf 66,80 Euro verbilligten. Einziger Wert im Plus waren Fresenius, die sich um 0,6 Prozent auf 54,71 Euro verbesserten.

In der zweiten Reihe führten Praktiker die Verlierer mit einem Minus von 6,4 Prozent auf 7,36 Euro an. Auch MLP und Sky gaben jeweils mehr als sechs Prozent nach. Die wenigen Gewinner wurden von Continental angeführt, die sich um 2,7 Prozent auf 43,49 Euro verteuerten.

tf/mon/ddp

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