„Reporter ohne Grenzen“ starten „Menschenrechtspavillon“ im Internet für Expo 2010 Shanghai

26. April 2010 | by TechFieber.de

Vor der Eröffnung der Expo 2010 am Freitag in Shanghai hat die Organisation Reporter ohne Grenzen im Internet einen Menschenrechtspavillon eröffnet. Der «Garten der Freiheit» ist in Chinesisch, Englisch und Französisch der Meinungsfreiheit gewidmet.

Besucher können darin seit Montag einzelne Unterpavillons zur Internetzensur, zu Tibet und prominenten politischen Gefangenen wie Liu Xiaobo, Hu Jia oder Shi Tao besuchen und auch Petitionen für deren Freilassung unterzeichnen.

«Das Expo-Motto „Eine bessere Stadt, ein besseres Leben“ ist bedeutungslos, wenn die Regierung die Meinungsfreiheit seiner Bürger so stark einschränkt», teilte die in Paris ansässige internationale Organisation mit. «“Stadt unter Bewachung – Leben unter Bewachung“ wäre ein besserer Slogan.» Mehrere Dutzend Shanghaier Menschenrechtsaktivisten seien unter strenger Polizeiüberwachung, damit sie sich nicht mit ausländischen Journalisten treffen könnten.

Die Organisation erhob scharfe Kritik an der internationalen Dachorganisation für die Weltausstellungen (BIE) in Paris. Deren Präsident Jean-Pierre Lafon müsse die chinesischen Organisatoren der Expo drängen, mehr Toleranz zu zeigen oder die Internetzensur aufzuheben. Auch zu den Zwangsräumungen bei den Vorbereitungen für die Weltausstellung in Shanghai gebe es keine Reaktion. Reporter ohne Grenzen berichtete ferner, dass die chinesische Botschaft zwei Mitgliedern ihrer Organisation das Visum verweigert habe.

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