Siemens warnt: Hartes neues Geschäftsjahr in Sicht

3. Dezember 2009 | by TechFieber.de

Siemens screenshot homepage 2 von techfever.

Man stellt sich in München auf das Schlimmste ein für das anstehende neue Jahr – und warnt vorsichtshalber schon mal vor. Die Rede ist vom Geschäftjahr 2009/10, welches der Technologie-Riese Siemens bereits im Vorfeld schon zu einem „schwierigen“ Jahr erkoren hat. Nicht nur beim Gewinn, sondern auch beim Umsatz sieht sich der Riese unter massivem Druck.

Wie Siemens heute Morgen mitteilte, rechnet das Unternehmen für 2009/10 mit einem Ergebnis der drei Sektoren Industrie, Energie und Healthcare von 6,0 bis 6,5 Milliarden Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (welches am 30. September endete) erzielte der DAX-Konzern in den Sektoren einen operativen Gewinn von 7,47 Milliarden Euro nach 6,6 Milliarden im Vorjahr.

Zudem rechnet Siemens für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr im mittleren einstelligen Prozentbereich. «Insgesamt bleibt das Marktumfeld 2010 herausfordernd», sagte Vorstandsvorsitzender Peter Löscher zur Vorlage der Viertquartalszahlen.

Mit einem Gewinn der Sektoren von 7,47 Milliarden Euro erfüllte Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Erwartung für das operative Geschäft. Das vierte Quartal 2008/09 schloss der Konzern wegen einer hohen Abschreibung auf die Beteiligung an Nokia Siemens Networks (NSN) und Restrukturierungsaufwendungen im Industriesegment jedoch mit einem Verlust ab. Nach Steuern und Dritten verblieb von Juli bis September ein Verlust von 1,13 Milliarden Euro nach einem Verlust von 2,47 Milliarden Euro im Vorjahresquartal, das ebenfalls von hohen Sondereffekten gekennzeichnet war.

Im Industriesegment fielen im vierten Quartal zudem Nettoaufwendungen von 173 Millionen Euro für Restrukturierungen an, die maßgeblich zum Rückgang des Sektorergebnisses von 841 auf 562 Millionen Euro beitrugen. Das Industriesegment, größter der drei Sektoren des DAX-Konzerns, hat bislang am stärksten unter der Wirtschaftskrise gelitten. Der Auftragseingang im Schlussquartal ging konzernweit um 16 Prozent auf 18,75 Milliarden Euro zurück. [tf/mast/ddp]

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