Investoren wollen Infineon-Aufsichtsrat Klaus Wucherer verhindern

18. November 2009 | by TechFieber.de

Big Trouble um eine Schlüssel-Personalie in München: Als hätte der so oder so schon schwer angeschlagene Münchner Prozessor-Konzern Infineon dieser Tage sonst keine Probleme. Und nun droht erneutes Ungemach: Laut dem Monats-Wirtschafts-Magazin „manager magazin“ will eine einflußreiche Investoren-Gruppe die Bestellung von Klaus Wucherer als Infineon-Aufsichtsratschef mit allen Mitteln verhindern.


Laut dem Magazin aus der Spiegel-Gruppe handelt es sich bei den Investoren um die Fonds Dodge& Cox, Odey Management, Tempelton und Fidelity, die insgesamt 20,3 Prozent an am Chip-Riesen Infineon halten.

Dem Bericht nach fürchteten die Financiers, dass mit Wucherer der dringend gebotene Aufschwung bei dem seit Jahren defizitären Chip-Hersteller ins Stocken geraten könnte.

Statt des technikgetriebenen Wucherer wünschten sich die Fonds dem Berichtzufolge einen finanzorientierten Chefkontrolleur, der dem seit 2008 amtierendenVorstandschef Peter Bauer mehr Dampf mache. Nach Ansicht der Anteilseignermüsste er die Restrukturierung des Konzerns aggressiver vorantreiben. Die Fondsbeklagten vor allem einen eklatanten Personalüberhang; ihrer Meinung nach habeInfineon rund 10.000 Mann zu viel an Bord. Zudem sei die Auslagerung derFertigung von Chips an kostengünstigere Spezialisten überfällig. Die Folge:Werke in Dresden und Regensburg müssten geschlossen werden.

Wucherer soll nach der Hauptversammlung im Februar auf Vorschlag derKapitalvertreter im Aufsichtsrat den jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden MaxDietrich Kley ablösen. Wucherer wacht seit 1999 als einfachesAufsichtsratsmitglied über die Geschäfte von Infineon. [tf/biz/dpa]

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