Wolfram Alpha: Noch mehr Bang für Bing

12. November 2009 | by TechFieber.de

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Microsoft leistet sich noch mehr „Bang“ für seine Internet-Suchmaschine Bing. Wer meinte, die Kooperation mit Yahoo und die großangelegte, sprich millionenschwere Werbe-Kampagne sei den Redmondern genug, um Bing als Google-Rivalen zu positionieren, hat sich geschnitten.

Denn nun hat Microsoft auch noch eine Kooperation mit der – zumindest medial hochgehypten – „Entscheidungsmaschine“ Wolfram Alpha vereinbart. Bing soll also noch „intelligenter“ werden.

Wie viele Kalorien hat ein Hamburger? Oder wie weit liegen zwei Städte auseinander? Fragen wie diese soll Microsofts Suchmaschine Bing künftig dank der Partnerschaft mit dem Internet-Dienst Wolfram Alpha direkt beantworten können. Der US-Konzern kündigte am Mittwoch an, Ergebnisse des britischen Kooperationspartners in den Themenbereichen Ernährung, Gesundheit und Mathematik zu übernehmen. DieErgebnisse erscheinen zunächst nur in der US-Version, ein Termin für die weltweite Einführung nannten die Unternehmen nicht.

In einem Blog-Eintrag erklärte Microsoft, dass Bing künftig etwa den Nährwert von Lebensmitteln direkt anzeige und den Body Mass Index (BMI) berechne – eine Maßzahl für die Bewertung des Gewichts. Zudem nutzt der US-Konzern künftig Wolfram Alphas mathematische Fähigkeiten, um Formeln berechnen zu lassen.

Wolfram Alpha ist keine klassische Suchmaschine, die Websites mit den passenden Suchergebnissen auflistet, sondern verarbeitet vor allem zahlenbezogene Informationen. Der Dienst versucht, Nutzeranfragen zu interpretieren und mit der passenden Formel die Antwort zu berechnen – die Betreiber sprechen daher von einer „Antwortmaschine“. Grundlage ist die Software Mathematica, die der renommierte Wissenschaftler Stephen Wolfram entwickelt hat. Die Suchmaschine war im Mai an den Start gegangen. Der Betreiber Wolfram Research hatte damals Partnerschaften mit Suchmaschinen als eine Möglichkeit bezeichnet, Geld zu verdienen. Finanzielle Details über die Kooperation mit Microsoft nannten die beiden Unternehmen allerdings nicht.

Unterdessen rüstet auch Google seine Suchmaschine auf. Der Suchmaschinenprimus kündigte fast zeitgleich an, bei bestimmten Suchanfragen auf Statistiken der Weltbank zurückzugreifen. Wer etwa nach der durchschnittlichen Kinderzahl von Frauen in Brasilien sucht, erhält neben den üblichen Suchergebnissen die Zahl und eine Kurvengrafik mit der Entwicklung der vergangenen Jahre. (tf/jas/dpa)

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