MotorBusiness | Preisabsprachen: Daimler-Aufsichtsrat schont Management nach Milliardenbußgeld

Die Kartellstrafe in Höhe von einer Milliarde Euro wegen Preisabsprachen mit anderen Lkw-Herstellern bleibt für das Top-Management der Daimler-Nutzfahrzeugsparte wohl ohne Konsequenzen.

„Der Aufsichtsrat hat sich unter Hinzuziehung einer externen Kanzlei mit diesem Thema befasst. Im Moment gibt es aber keinen Anlass für Schadenersatzforderungen gegen einzelne Personen“, sagte eine Daimler-Sprecherin der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Zudem müssen die Beschäftigten nicht mit einem Sparprogramm rechnen. „Die Entscheidung hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschäft“, so die Sprecherin weiter.

Der Stuttgarter Autobauer Daimler hatte schon im Jahr 2014 mehr als 600 Millionen Euro für drohende Strafen aus dem Verfahren zurückgelegt. Im zweiten Quartal dieses Jahres hat der Konzern weitere 400 Millionen Euro für „Aufwendungen im Zusammenhang mit rechtlichen Verfahren“ ausgewiesen.

Die EU-Kommission hat am Dienstag wegen unerlaubter Preisabsprachen mehrere Lkw-Hersteller mit einer Rekord-Geldbuße von knapp 2,93 Milliarden Euro bestraft. Betroffen sind davon Daimler, Iveco, DAF und Volvo/Renault. Die höchste Einzelstrafe entfällt mit rund einer Milliarde Euro auf Daimler.

MAN hingegen kommt als Hinweisgeber straffrei davon.

Foto: Daimler

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