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Roboter für Nachhaltigkeit: Automatisierung hilft Klimaschutz

Robotik in der Landwirtschaft, um UN-Nachhaltigkeitsziele erreichen zu können

Greentech und Robotik, um UN-Nachhaltigkeitsziele erreichen zu können/Foto: Ivankmit, Envato 

Saubere Energie, industrielle Innovation, Maßnahmen zum Klimaschutz – alles Teil der sogenannten Sustainable Devepopment Goals (SDG) der UN. Relevante Ziele, die komplexe Lösungen erfordern, um sie zu erreichen. Laut der International Federation of Robotics (IFR) könnte hier der Einsatz von Robotern helfen, um den Zielen näher zu kommen. Bei 13 von 17 SDG hat die IFR ermittelt, dass Roboter heute schon neue Maßstäbe für eine nachhaltige Entwicklung setzen.

Roboter für Greentech, saubere Energie und Landwirtschaft

Bei der IFR handelt es sich um eine Organisation, die Roboterverbände, Forschungseinrichtungen und Roboterhersteller aus mehr als 20 Ländern vertritt. Milton Guerry, Präsident der IFR, sagte, dass es bereits „Möglichkeiten [gäbe], wie Roboter dabei helfen, Ressourcen zu sparen und grüne Technologien der Zukunft zu produzieren.“

Zu 13 der 17 UN-Entwicklungsziele für Nachhaltigkeit (SDGs) kann Robotik beitragen/Grafik: IFR

Ein Beispiel wäre das UN-Ziel der sauberen Energie. Aufgrund der Abkehr von fossilen Brennstoffen wird der Fokuks zunehmend auf Solarenergie gesetzt. Eine Prognose der Internationalen Energieagentur besagt, dass bis 2050 die Energie von Sonnenkollektoren ca. ein Drittel des weltweiten Strombedarfs decken könnte. Ein wichtiger Aspekt dabei: Wärmenutzung.

Das schwedische Solarenergie-Unternehmen Absolicon beispielsweise hat hierfür ein System entwickelt, durch das Sonnenenergie eine breitere Anwendung in der Industrie finden könnte: Ein neuartiger Parabolspiegel bündelt Sonneneinstrahlung und wandelt sie in Dampf um, denn Dampf und Wärme werden in vielen Industrien für Produktionsprozesse benötigt. Für die Produktion der Kollektoren werden nun die Roboter relevant.

Durch eine Automatisierung mit zwei ABB-Robotern könne alle sechs Minuten ein neuer Kollektor hergestellt werden, deutlich mehr als die drei pro Tag beim manuellen Prozess.

Cleantech statt Herbiziden: Neue Technologien für die Landwirtschaft

Ebenso finden Roboter zunehmend Nutzen im Bereich der Landwirtschaft und dienen dort der Nachhaltigkeit. Neue Feldroboter etwa machen den Einsatz von Herbiziden überflüssig. Die mit Kameras und KI-Sensoren ausgestatteten Maschinen fahren die Anbauflächen auf und ab und können Unkraut gezielt lokalisieren – und dann mit einem Laserstrahl verbrennen.

Dadurch stellen sie nicht nur eine Alternative für chemische Unkrautvernichter, sondern auch für das Verfahren des „Abflammens“ vieler Biobauern dar. Der Einsatz von Agrarrobotern biete außerdem noch einen weiteren Vorteil, denn die manuelle Unkrautbekämpfung sei eine mühsame Tätigkeit für Menschen. Die neue Technologie verbessere demnach die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft und helfe in puncto Zeiteffizienz.

Industrielle Innovation: Reparieren statt Neubau

Zu guter Letzt sei der Aspekt der industriellen Innovation erwähnt. Industrie-Roboter sollten natürlich eine hohe Nutzungsdauer mit sich bringen. Hier sei das Reparieren und Erneuern von Robotern eine gute Strategie, um Kosten und Ressourcen zu sparen. In der Konstruktion werden daher möglichst wenig Teile verwendet, um Ausfälle zu verringern. Genauso wichtig sind aber natürlich Ersatzteile. Diese seien ressourceneffizienter als neue Maschinen zu erstellen.

Ansätze für kurze Transportwege gibt es auch: zum Beispiel betreibt der japanische Roboterhersteller Fanuc in Luxemburg ein Zentrallager für Europa, in dem eine große Anzahl von Ersatzteilen ortsnah vorrätig gehalten wird.

„Robotik und Automation sind Schlüsseltechnologien auf dem Weg zu einer nachhaltigen Ressourcennutzung“, so Dr. Susanne Bieller, Generalsekretärin der IFR. Intelligente Automatisierung senke Produktionskosten und reduziere den CO2-Ausstoß.

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