Green Banknote Greenbiz Geld/ Greentech.Live / Foto: G+D
Green Banknote Greenbiz Geld/ Greentech.Live / Foto: G+D

Let’s talk about, Money! Leute, es gibt nun also tatsächlich auch eine „Green Banknote – und diese soll die Nachhaltigkeit im Bargeldkreislauf steigern.

Ziel der eher kitschig designten „Green Banknote“ soll es, die „Banknote der Zukunft“ zu entwickeln, die nachhaltig, zugleich länger haltbar und fälschungssicher ist.

So zumindest verspricht der Erfinder der Öko-Geldscheine: Die Firma Giesecke+Devrient (G+D) präsentiert heute im Rahmen des Global Currency Forum eine neuartige Musternote.

„Gepaart mit langer Haltbarkeit und modernsten Sicherheitsmerkmalen leistet sie damit einen entscheidenden Beitrag zu einem umweltfreundlicheren und effizienten Bargeldkreislauf“, so die Initiatoren des „Green Money“.

Green Banknote Greenbiz Geld/ Greentech.Live / Foto: G+D
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Bargeldindustrie will mehr Nachhaltigkeit

Die Banknotenbranche ist laut G+D bestrebt, ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und einer nachhaltigeren Entwicklung der Wirtschaft gerecht zu werden.

Die „Green Banknote“ basiert auf den Erkenntnissen aus einer Studie des Tochterunternehmens Louisenthal, für die der produktbezogene CO2- und Wasser-Fußabdruck verschiedener Substrate im gesamten Bargeldkreislauf berechnet wurde.

Das Ergebnis: Naturfaserbasierte Hybridlösungen sollen Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit einer Banknote vereinen.

„Green Banknote“: Grüne Lösung für Banknoten

Sie verringert durch zertifizierte Naturfasern, so wenig eingesetztes Plastik wie nur unbedingt erforderlich und einen optimierten Herstellungsprozess den ökologischen Fußabdruck einer Banknote und leistet damit einen echten Beitrag zum Klimaschutz. Vier Aspekte zahlen darauf ein:

Den Kern des Banknotenpapiers bildet ein emissionsminimierender Fasermix aus Bio-Baumwolle und FSC-zertifizierter Zellulose, die aus europäischer Forstwirtschaft stammt.

Emissions-Minimierende Bio-Baumwolle

Der Materialmix verringert die CO2-Emissionen gegenüber Fasern aus konventionell angebauter Baumwolle um 63 Prozent. Als erster Hersteller bietet G+D die Baumwolle auch aus regional zertifizierten Initiativen wie „Cotton made in Africa“ an, die neben ökologischer Nachhaltigkeit für faire Arbeitsbedingungen stehen.

Die Trägerfolie für den Sicherheitsfaden RollingStar i+ und den Sicherheitspatch varifeye ColourChange stammt aus einem zertifizierten Recycling-Kreislauf mit 70 Prozent recyceltem Polyester. Recycelte Kunststoffabfälle werden damit in ein hochwertiges Sicherheitsmerkmal umgewandelt.

Lebensdauer von Banknote bis zu 5 Jahren

Für längere Haltbarkeit im Bargeldkreislauf wird das Naturfasersubstrat mit einer PET-Folie ummantelt, die bei der „Green Banknote“ dünner ausfällt und so Ressourcen schont. Mit diesen beiden Maßnahmen wird der Plastikanteil insgesamt um 38 Prozent im Vergleich zum bisherigen Hybrid-Substrat verringert.

Schließlich werden beim Druck der Noten erstmalig Farben für den Simultandruck auf Basis pflanzlicher Öle und damit ohne Mineralöle eingesetzt.

Die Lebensdauer einer Banknote gibt die Schweizer Nationalban (SNB/BNS) mit etwa drei bis sechs Jahren an. Gemäß G+D hält eine Banknote liegt zwischen einem und fünf Jahren. Wie lange sie hält, hängt unter anderem von Umwelteinflüssen oder davon ab, wie die Bevölkerung damit umgeht – ob sie zum Beispiel in Portemonnaies oder lose in der Tasche aufbewahrt wird.

Laut SNB/BNS) wurden im Jahr 2020 von den auf Echtheit und Qualität geprüften Noten rund 35% vernichtet. Das entsprach 129 Mio. beschädigten oder zurückgerufenen Noten.