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Neuseeland: Klima-Plan soll globale Erwärmung stoppen

Neuseeland Klima-Plan gegen globale Erwärmung / Photo by Aaron Sebastian on Unsplash Neuseeland Klima-Plan gegen globale Erwärmung / Photo by Aaron Sebastian on Unsplash

Die neuseeländische Regierung hat heute einen weitreichenden Klimaplan veröffentlicht, der eine Reihe von Maßnahmen vorsieht, die der Inselstaat in den nächsten sechs Jahren ergreifen soll, um sich vor den Auswirkungen der globalen Erwärmung zu schützen.

Der Entwurf des nationalen Anpassungsplans, der nach einer öffentlichen Konsultation fertig gestellt werden soll, zielt darauf ab, die Neuseeländer vor Dürren, Stürmen, Waldbränden, dem Anstieg des Meeresspiegels und anderen klimabedingten Katastrophen zu schützen, die in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich zunehmen werden.

Greentech gegen Klimawandel: „Müssen uns vorbereiten“

„Wir müssen planen und uns vorbereiten“, schrieb der für den Klimawandel zuständige Minister James Shaw in einer Einleitung zu dem Plan. „Wir haben die Anpassung an den Klimawandel zu lange in den hinteren Teil des Schranks geschoben.

Im vergangenen Jahr wurden die Kiwis von Dürreperioden, Stürmen und brutalen Überschwemmungen heimgesucht. Im Nordosten des Landes überschwemmten sintflutartige Regenfälle im vergangenen Monat Tairāwhiti und verursachten Schäden, deren Beseitigung den Bewohnern zufolge ein Jahr dauern könnte.

Es wird erwartet, dass sich Katastrophen wie diese in den kommenden Jahren verschlimmern werden, und die Regierung von Premierministerin Jacinda Ardern sieht wachsende Bedrohungen für die neuseeländische Wirtschaft und Infrastruktur voraus. Dazu gehören auch unverhältnismäßig hohe Risiken für die einkommensschwachen und indigenen Māori-Bewohner der Insel.

Arderns Regierung hat bereits den Klimanotstand ausgerufen, ein Netto-Null-Ziel bis 2050 gesetzlich verankert und war das erste Land der Welt, das im vergangenen Jahr vom Finanzsektor die Offenlegung von Klimadaten verlangt hat.

Klimaschutz: Netto-Null-Ziel bis 2050 gesetzlich verankert

Die jüngsten Empfehlungen reichen von klimaresistenten Bauvorschriften bis hin zu strengeren Vorschriften für Banken, die ihr Engagement in Bezug auf klimabedingte Risiken offenlegen müssen.

Eine Reihe von Vorschlägen zielt darauf ab, den neuseeländischen Wohnungsbestand auf den unvermeidlichen Anstieg des Meeresspiegels und künftige Überschwemmungen vorzubereiten, indem zum Beispiel von Neubauten in bestimmten Küstengebieten abgeraten wird.

Die Regierung bittet auch um Rückmeldungen zum kontrollierten Rückzug, einer Anpassungsstrategie, die Menschen und Gebäude aus überschwemmungsgefährdeten Gebieten verlagern würde.

 

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