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Grüne Stadtplanung: Superblocks sollen Städten helfen, nachhaltiger zu sein

Superblocks Barcelona

Luftverschmutzung, Hitze, schwindende Grünflächen – moderne Städte stehen heutzutage vor enormen Herausforderungen. Um diese zu bewältigen, ist eine Umgestaltung des urbanen Raums nötig. Eine mögliche Lösung, die das interdisziplinäre Forschungsinstitut der ETH Zürich (Empa) untersucht, könnte Städte und wie wir in ihnen leben nachhaltig verändern. Die Rede ist von sogenannten Superblocks.

Der Klimawandel und die zunehmende Urbanisierung führen dazu, dass wir die Art und Weise, wie wir in Städten leben und neuen Wohnraum bauen wollen, überdenken müssen. Dabei wurde die Idee von Superblocks entwickelt, bei denen das Innere von grossflächigen Häuserblocks vollkommen entmotorisiert wird.

Superblocks – quadratisch, praktisch, gut

Ein Superblock besteht aus 3×3 Häuserblocks, die durch äußere Straßen voneinander getrennt sind. Die Straßen innerhalb der Blöcke, werden vom Verkehr befreit, sodass man dort die Innenfläche neu gestalten und beispielsweise für Grünflächen nutzen kann.

Superblocks Barcelona

Dieses System spart Raum und ist gerade bei der zunehmenden Verstädterung auf unserer Welt eine sehr praktische Maßnahme. Dadurch kann man die Städte mehr dem Kimawandel anpassen und hitzesparende Maßnahmen einleiten.

Wo kann man Superblocks bauen?

Die Empa-Forscher haben untersucht, welche Städte das Potential zu einem Umbau zu Superblocks haben. Um die passenden Städte zu finden, wurde nach Kategorien wie Topologie des Straßennetzes und Bevölkerungsdichte geschaut und berücksichtigt, dass die Neugestaltung den Verkehrsfluss in der Stadt nicht allzusehr stören darf. Die Ergebnisse waren, dass in einigen Städten bis zu ein Drittel der Straßen für die Superblocks umgebaut werden könnte.

Das gößte Potential wiesen Städte wie Mexiko-Stadt, Tokio und Madrid auf. In der katalonischen Smart-City-Vorreiter-Stadt Barcelona findet man bereits einige Exemplare dieser Superblocks.

Bei der Gestaltung von Superblocks versucht man dabei zunehmend, die Menschen und nicht die Fahrzeuge ins Zentrum zu stellen. Dies birgt die Chance urbane Quartiere attraktiver zu machen und so Städte nachhaltiger und grüner zu erzeugen und so sich besser für den Klimawandel und seinen Herausforderungen anpassen zu können.

Quelle: empa.ch

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