Google will nachhaltiger werden


Im Kampf gegen den Plastikmüll will Google künftig mehr Recycling-Material für Smartphones, smarte Lautsprecher und andere hauseigenen Geräte verwenden, die Lieferkette CO2-neutral machen und somit mehr für die Nachhaltigkeit des Unternehmens machen.

Ab 2020 CO2-neutral

Google will sich mehr im Bereich Nachhaltigkeit engagieren. Dazu will der Konzern aus dem kalifornischen Mountain View künftig Geräte mit Recycling-Plastik produzieren. Ausserdem sollen die Lieferprozesse des Unternehmens bereits ab nächstem Jahr CO2-neutral sein.Wie der Konzern in einem Blogbeitrag ankündigt, sollen alle hauseigenen Hardware-Produkte ab 2022 «recycelte Materialien enthalten». Dazu gehören insbesondere Googles Pixel-Smartphones, smarte Lautsprecher, «Nest»-Geräte fürs Smart Home wie «Hub» oder Türklingeln sowie «Chromecast»-Streaming-Devices.

Google Nachhaltigkeit: Verwendung von Recycling-Material

Ziel sei es dabei, den Recycling-Anteil in den Geräten zu maximieren. Ein grosser Teil der Nest-Produkte werden laut dem amerikanischen Tech-Unternehmen bereits aus recycelten Materialien hergestellt. Seit vergangenem Jahr veröffentlicht der Web-Riese aus dem Silicon Valley bereits Produkt-Umweltberichte, aus denen ersichtlich ist, wie Google-Geräte produziert und transportiert werden und aus welchen Materialien sie hergestellt werden.

Google green: CO2-neutrale Lieferungen

Nachhaltigkeit betreffe das ganze Unternehmen und müsse auch von Anfang an ein fester Bestandteil der Arbeitsabläufe sein – angefangen beim Designprozess bis zur gesamten Entwicklung von Produkten und quer durch sämtliche Geschäftstätigkeiten, wie Google erklärt. Man habe den Ausstoss von Kohlendioxid im vergangenen Jahr bereits um 40 Prozent reduziert. Bis 2020 will Google bei sämtlichen Lieferungen an oder von Kunden CO2-neutral sein. Mit welchen Massnahmen dieses Ziel erreicht werden soll, erklärt Google bislang allerdings nicht.

Umweltfolgen von Geräten

Die Umweltorganisation Greenpeace mahnt schon länger ein neues Geschäftsmodell insbesondere in der Smartphone-Industrie an: Hersteller sollen die Umweltfolgen, die Herstellung und Entsorgung der Geräte haben, ebenso berücksichtigen wie den Wunsch der Konsumenten nach einer längeren Lebensdauer der Geräte, so die bereits Anfang 2017 formulierte Forderung. Auch sollen laut Greenpeace Innovationen nicht mehr in weniger Millimetern oder mehr Megapixeln gemessen werden, sondern an der Lebensdauer der Geräte, die überdies einfach zu reparieren und upzugraden zu sein hätten.

Google Nachhaltigkeit: Lebensdauer der Geräte als Innovation anerkennen

Google hat entsprechend auch bei der Handhabung von Software-Updates einen Gestaltungsspielraum, der für mehr Nachhaltigkeit ausgeschöpft werden kann: Für Pixel-Smartphones beispielsweise werden derzeit nur drei Jahre lange Aktualisierungen der Betriebssysteme geliefert. Würde der Zeitraum verlängert, könnten Google-Smartphones auch ohne Sicherheitsrisiko länger genutzt werden. Und dieser Schritt des amerikanischen Online-Krösus wäre im Sinne der Nachhaltigkeit dann definitiv positiv für die Umwelt.

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