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Öl-Riese BP klagt gegen „Deepwater Horizon“-Betreiber wegen Öl-Pest im Golf von Mexiko

Öl-Riese BP klagt gegen Der britische Ölkonzern BP hat vor einem US-Bundesgericht Klage gegen den Betreiber der vor einem Jahr gesunkenen Ölplattform „Deepwater Horizon“, das Schweizer Unternehmen Transocean, eingereicht. Auch der Hersteller des versagenden Notfallventils, das eigentlich das Entweichen von Öl ins Meer hätte verhindern sollen, der Konzern Cameron International, wurde verklagt. Insgesamt fordert BP Schadensersatz von 40 Milliarden Dollar. Dies entspricht in etwa den Kosten, die BP in Folge der Ölkatastrophe entstanden sind. Wie realistisch die Forderungen BPs sind, ist momentan noch nicht abzusehen. Der britische Konzern musste die Klageschrift bis spätestens Mittwoch einreichen, um gesetzliche Fristen zu wahren und den Anspruch auf Schadensersatz nicht komplett zu verlieren. In seiner Klageschrift schreibt der Konzern, ohne die Nachlässigkeit der beiden Unternehmen wäre weder die Plattform gesunken noch Öl ins Meer ausgetreten. Ein Sprecher von
Transocean nannte die Vorwürfe des Ölmultis „fadenscheinig und unverschämt.“ Die „Deepwater Horizon“ sei eine erstklassige Plattform mit hervorragender Besatzung gewesen, die von BP durch falsche Kosteneinsparungen ruiniert worden sei. Die „Deepwater Horizon“ war am 20. April 2010 explodiert und anschließend gesunken. Dabei starben elf Menschen, mehr als 757 Millionen Liter Öl flossen ungehindert in den Golf von Mexiko.


kat/dts / Foto: „Deepwater Horizon“ in Flammen / US Coast Guard

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