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[Atomkraft] Schützenhilfe für RWE: Nun plant auch Energie-Riese Eon Klage wegen AKW-Abschaltungen

[Atomkraft] Schützenhilfe für RWE: Nun plant auch Energie-Riese Eon Klage wegen AKW-Abschaltungen
Der Energiekonzern Eon erwägt einem Zeitungsbericht zufolge nun doch rechtliche Schritte gegen das Atommoratorium. Der Vorstand lasse gründlich eine Klage gegen die Brennelemente-Steuer prüfen, berichtet die „Rheinische Post“ am Donnerstag unter Berufung auf Konzernkreise. Konkret gehe es dabei um das Atomkraftwerk im bayerischen Grafenrheinfeld, das seit Ende März wegen Wartungsarbeiten vom Netz ist und voraussichtlich im Juni wieder angefahren werden soll. Sobald hier die Brennstäbe angebrannt werden, wird laut Gesetz die Brennelemente-Steuer fällig. Beim Unternehmen war am Morgen zunächst noch niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Gegen die dreimonatige Stilllegung von deutschen Meilern hatte Eon bisher ausdrücklich nicht klagen wollen. Dagegen hat bislang nur der Konkurrent RWE <RWE.ETR> eine Klage vor dem Verwaltungsgericht eingereicht.

Foto: EnBW-Zentrale / EnBW

1 Comment

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  1. Stan

    26. April 2011 at 07:46

    Na das ist doch nicht anders zu erwarten gewesen, denn es geht hierbei um Profite. Das Eon, wie auch RWE und die anderen davor Jahrzehnte mit Fördermitteln in Milliaredenhöhe unterstützt wurde, dass scheinen die Herren in den Vorständen vergessen zu haben.
    Wenn man dann weiß, wer in der Kommision sitzt, dann könnte man daraus auch schließen, dass das Moratorium auch nur ein reines tektisches Manöver ist, denn in der Kommission sind von den 12 Personen mindestens 6 eindeutig der Atomlobby zuzuzählen.
    Dabei ist unter anderem der Chef von Biblis, einem der stillgelegten Atomkraftwerken. Ein anderes Mitgleid zählt zum größten Lieferanten von Brennstäben. Wie werden diese sich wohl für den Atomausstieg einsetzen?
    Politik und Atomlobby sind viel zu stark miteinander verwurzelt, also kann kein schneller Atomausstieg kommen.

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