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[Erdbeben] Banker beziffern Schäden in Japan auf mehr als 135 Milliarden Euro

 [Erdbeben] Dekabank beziffert Schäden in Japan auf mehr als über 135 Milliarden Euro in Japan   Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan rechnet die Dekabank mit hohen Kosten für die japanische Volkswirtschaft. Die Ökonomen gingen bisher von Schäden in Höhe von mehr als 135 Milliarden Euro aus, berichtete die «Welt am Sonntag» vorab unter Berufung auf eine Analyse der Bank. Die Kosten entsprächen 3,2 Prozent der Wirtschaftsleistung Japans.

Danach seien rund 60 Milliarden Euro für Aufräumarbeiten und den Wiederaufbau der Infrastruktur erforderlich. Die Verluste bei den Staatseinnahmen aus den fünf direkt vom Beben betroffenen Präfekturen beliefen sich auf 30 Milliarden Euro. Zusätzlich fielen Einkommensverluste von 36 Milliarden Euro an, da die privatwirtschaftliche Aktivität im gesamten Land ein Jahr lang schwächer ausfallen dürfte. Die Mehrausgaben für die unmittelbare Nachsorge der Reaktorhavarien summierten sich ausgehend von den Erfahrungen aus Tschernobyl auf rund zwölf Milliarden Euro.

Die Volkswirte hätten ihre Wachstumsprognose für Japan für dieses Jahr daher herabgesetzt und erwarteten, dass die Wirtschaft im ersten Quartal in eine Rezession abgleitet. Für das Gesamtjahr 2011 rechne die Dekabank statt eines Wachstums von 1,5 Prozent nur noch mit einem Plus von einem Prozent, berichtete die Zeitung weiter.

Dies habe jedoch kaum Auswirkungen auf die globale Konjunktur. «Für die Entwicklung der Weltwirtschaft ist es letztlich von nachrangiger Bedeutung, ob Japan in einer Rezession steckt», sagt Dekabank-Volkswirt Rudolf Besch dem Blatt. Dafür exportiere und importiere das Land zu wenige Güter. «Da auch Japans Immobilien- und Finanzmärkte zu wenig mit dem Rest der Welt vernetzt sind, wird es auch zu keinem Unsicherheitsschock kommen, der den Aufschwung der Weltwirtschaft gefährdet», sagte Besch.

her/dapd

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