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Save as WWF, save a tree: WWF setzt auf grünes Dateiformat

Save as WWF, save a tree: WWF setzt auf grünes Dateiformat

Bitte nicht drucken! Der Umwelt zuliebe. Der WWF will mit einer ungewöhnlichen Aktion Ressourcen schonen. Ein grünes Dateiformat soll helfen, Bäume vor der Abholzung zu bewahren. Der Clou dabei: Dateien im neuen WWF-Format können grundsätzlich nicht ausgedruckt werden.

So sollen nach dem Motto „Save as WWF, save a tree“ Dokumente, die nicht notwendigerweise als Ausdruck vorliegen müssen, kurzerhand im WWF-Format gespeichert werden. Technisch handelt es sich dabei um das altbekannte PDF, das in seiner grünen Variante eben komplett auf die Druckfunktion verzichtet.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Wir sind nicht gegen Drucken. Aber ein verantwortungsbewusster und ökologisch vertretbarer Umgang mit Papier und den immer ausgefeilteren digitalen Druck-Technologien, ist ja grundsätzlich anzustreben.

Vor allem, wenn man die Zahlen betrachtet: Weltweit werden laut WWF jedes Jahr 13 Millionen Hektar Wald vernichtet, unter anderem für Papier. Seit 1950 habe sich der Papierverbrauch auf 367 Millionen Tonnen versiebenfacht, sagen die Umweltschützer.

Klar ist, das „papierlose Büro“, das mit dem Siegeszug des Computers proklamiert wurde, ist noch immer Zukunftsmusik. Dokumente werden nach wie vor ausgedruckt, abgeheftet, archiviert, nicht selten gleich in doppelter und dreifacher Ausführung. Immer bequemer, schneller und besser geht das. Das ist verlockend.

Also rechnet die Umweltschutzorganisation nach Angaben von Eurostat vor, dass überflüssiges Drucken einer Energiemenge von zehn Milliarden Kilowattstunden entspricht und den Klimaschutz mit mehr als 655.000 Tonnen Kohlendioxid belastet. In einer eigenen Untersuchung hält der WWF fest, dass Banken, Versicherungen und Telekomunternehmen jährlich 625.000 Tonnen grafischer Papiere verbrauchen.

Auf der Website zur Aktion, die der WWF in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Jung von Matt durchführt, kann die Software heruntergeladen werden, mit der sich Dokumente in das „grüne Format“ umwandeln lassen – zunächst für Macs, eine Windows-Version soll in Kürze folgen.

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