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Bundeskanzlerin Angela Merkel auf „Energie-Reise“: Zuerst Wind-Kraft, dann Atom-Kraft

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Energie-Reise Zuerst Wind-Kraft windpark-alpha-ventus

Mit Informationen über die Windkraft startet Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch in Mecklenburg-Vorpommern ihre „Energie-Reise“ durch Deutschland. Die Tour am 18./19. August sowie am 26./27. August führt s

Merkel will sich bei dieser Reise ein persönliches Bild von Ressourcen, Notwendigkeiten und Problemen verschaffen. Die schwarz- gelbe Bundesregierung arbeitet derzeit an einem Energiekonzept. Bis zum 27. August sollen die wissenschaftlich zusammengetragenen Eckdaten feststehen und dann von den Koalitionsfraktionen ausgewertet werden. Am 28. September könnte das Kabinett darüber entscheiden.

Merkels neuer Regierungssprecher Steffen Seibert hatte bei seinem ersten Auftritt in der Bundespressekonferenz am Montag gesagt, die Reise der Kanzlerin mache deutlich, wie wichtig das Energiekonzept für die Bundesregierung sei. Sie wolle den richtigen Energiemix in Deutschland, der Bürgern, Wirtschaft und Wissenschaft gerecht werde.

Die Atomindustrie wehrt sich allerdings heftig gegen die von der Regierung geplante Brennelementesteuer. Opposition und Umweltschützer kritisieren die schwarz-gelben Pläne, die Laufzeiten für Kernkraftwerke zu verlängern und damit den rot-grünen Atomausstieg rückgängig zu machen. Am 26. August besucht Merkel das Atomkraftwerk in Lingen im Emsland (Niedersachsen). Dort wird sie von Eon-Chef <EOAN.ETR> Johannes Teyssen und RWE-Chef <RWE.ETR> Jürgen Großmann begleitet.

Eon ist Deutschlands größter Energiekonzern. Teyssen wies am Dienstag den Vorwurf zurück, die Regierung in den Atomverhandlungen zu erpressen. Das sei absurd, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Gleichzeitig bekräftigte er aber, kleinere Kernkraftwerke aus wirtschaftlichen Gründen vom Netz zu nehmen, falls die Regierung eine neue Atomsteuer einführe. Die SPD verlangte, dass der Bund die Verhandlungen mit den Stromkonzernen sofort beenden solle.

An diesem Mittwoch besucht Merkel zunächst einen Windpark in Krempin in Mecklenburg-Vorpommern und danach die Windenergie-Anlagen- Firma Nordex <NDX1.ETR> in Rostock. Am Donnerstag reist sie zur Leipziger Strombörse EEX. Am 26. August besucht sie in Lingen (Niedersachsen) neben dem Atommeiler noch ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk sowie im nahe gelegenen Emsbüren die Bio-Energieheizkraftanlage „Emsflower“. Am Nachmittag fährt sie nach Lünen in Nordrhein- Westfalen zu einem Steinkohlekraftwerk.

Am letzten Tag ihrer „Energie-Tour“, am 27. August, besucht sie ein Laufwasserkraftwerk im baden-württembergischen Rheinfelden sowie in Heidenheim den Familien-Maschinenbaubetrieb Voith-Hydro, einen Komplettausstatter für Wasserkraftanlagen. Letzte Station ist ein „Plus-Energiehaus“ im hessischen Darmstadt.

[TechFieber Green/mei / Foto: WindPark Alpha Ventus ]

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