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Öl-Katastrophe im Golf: US-Regierung fordert von BP Nebenzugang zu Bohrloch

BP USA Öl Katastrophe Golf  BP Der BP-Konzern muss nach dem Willen der US-Regierung einen Nebenzugang zu der Ölquelle im Golf von Mexiko fertigstellen, mit dem das Bohrloch endgültig versiegelt werden soll. „Die Entlastungsbohrung wird abgeschlossen werden. Wir werden die Quelle schließen“, sagte der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen, am Freitag. Es werde aber noch diskutiert, wie man dabei vorgehen wolle, um Risiken zu vermeiden.

Zuvor war fraglich geworden, ob der sogenannte „Bottom Kill“ überhaupt noch notwendig ist. Bei diesem Manöver werden durch einen Nebenzugang, rund 4.000 Meter tief im Meeresboden, Schlamm und Zement gepumpt.
Das Bohrloch war Anfang des Monats bereits von oben erfolgreich mit Zement geschlossen worden. Zwei Wochen zuvor hatte BP die Quelle mit einem Deckel abgedichtet. Seitdem strömt kein Öl mehr aus.

Allen sagte, er werde eine Anordnung erteilten, wie mit der Entlastungsbohrung weiter verfahren werden soll. Der britische Ölkonzern arbeitet seit Anfang Mai an dem Nebenzugang. Knapp zwei Wochen zuvor hatte das Öl-Drama im Golf von Mexiko begonnen. Die Bohrung ist nur noch etwa zehn Meter von der Quelle entfernt.

Durch den zusätzlichen „Bottom Kill“ soll vor allem sichergestellt werden, dass auch ein Hohlraum zwischen dem Innen- und Außenrohr im Bohrloch verschlossen ist. Am Donnerstag hatte es geheißen, genau dies könnte bereits durch das vorausgegangene Versiegeln von oben geschafft worden sein.

Aus dem Leck waren seit Ende April insgesamt etwa 660.000 Tonnen Öl ins Meer geströmt. Die Ölpest gilt als bislang schwerste in der Geschichte der USA.

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