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Energie-Business: RWE verdient im 1. Halbjahr 6,1 Milliarden Euro – Plus 22 Prozent

 RWE profit gewinn umsatz Der Essener Energiekonzern RWE hat im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnisse unerwartet kräftig gesteigert. Das Essener Unternehmen bekräftigte am Donnerstag die Gewinnprognose für das laufende Jahr. Jedoch befürchtet der Konzern, die mittelfristigen Wachstumsziele wegen der energiepolitischen Unsicherheiten in Deutschland nicht erreichen zu können.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat RWE hauptsächlich wegen des Zukaufs von Essent mehr Strom und Gas verkauft als vor einem Jahr. Der Umsatz wuchs in der Folge um über zwölf Prozent auf gut 27,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um fast 22 Prozent auf über 6,1 Milliarden Euro. RWE verwies zur Begründung des Gewinnanstiegs auf die höhere Verfügbarkeit des Kernkraftwerks Biblis und Ergebnisverbesserungen in Osteuropa.

Entsprechend dem Ergebnisanstieg wuchs auch das für die Dividendenberechnung maßgebliche sogenannte nachhaltige Nettoergebnis von RWE. Die Kennziffer, die um Einmaleffekte bereinigt ist, lag in den ersten sechs Monaten mit 2,75 Milliarden Euro um 23 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Nettoergebnis selbst sank dagegen um gut acht Prozent auf 2,04 Milliarden Euro, wofür der Konzern bilanzielle Belastungen aus Absicherungsgeschäften als Grund anführte.

Laut RWE sind die hohen Wachstumsraten nicht auf das zweite Halbjahr hochzurechnen. Zum einen sei der Essent-Effekt nur noch im dritten Quartal spürbar, zum anderen dürfte sich die Wachstumsdynamik in Ost- und Südosteuropa abschwächen. Der Konzern bleibt dabei, 2010 Betriebsergebnis und nachhaltiges Nettoergebnis um rund fünf Prozent im Vergleich zu 2009 steigern zu wollen.

Infrage stellt RWE jedoch die mittelfristigen Ziele bis 2013 und weist wie schon die Konkurrenz von E.ON am Mittwoch auf die politische Unsicherheit in der Frage der Kernenergie hin. Die Pläne der Bundesregierung, den Verbrauch nuklearer Brennelemente zu besteuern, «würde unsere Ertragskraft erheblich schmälern», wird der Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann zitiert.

[TechFieber Green/koh/ddp]

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