Greentech

[Update] [Öl-Katastrophe] Endlich: BP startet mit Versiegelung des Öl-Lecks im Golf von Mexiko

Brennende Öl-Plattform Deepwater Horizon - Öl-Katastrophe im Golf by deepwaterhorizonresponse/cc

Nun ist es so also endlich so weit: BP hat am Dienstagnachmittag (Ortszeit) mit der endgültigen Versiegelung des Öllecks im Golf von Mexiko begonnen. Bei dem Manöver wird zunächst schwerer Schlamm von oben ins Bohrloch am Meeresboden gepumpt, in einer zweiten Phase dann Zement. Damit sollen das Öl und Gas im Loch in ihr Reservoir zurückgedrängt werden. Das Leck ist bereits seit dem 15. Juli mit einem provisorischen Deckel abgedichtet, seitdem strömt kein Öl mehr ins Wasser.

[Update 7:12 Uhr] Die weltweit mit Spannung erwartete Operation „Static Kill“ lief am Dienstagnachmittag (Ortszeit/22.00 Uhr MESZ) an: In einem ersten Schritt wurde schwerer Schlamm in die Steigleitung im Meeresboden gepumpt. Danach soll Zement in die Öffnung gepresst werden.

Dieses Doppelmanöver wird mehrere Tage dauern – zwischen 33 und 61 Stunden, schätzt Admiral Thad Allen, der Einsatzleiter der Regierung. BP hat mehrere Schiffe im Einsatz, um den schweren Schlamm unter hohem Druck in das Bohrloch zu pressen und so das Öl, das in der Steigleitung nach wie vor nach oben drückt, in die Tiefe zu drängen.

Aber einen Sieg wird BP danach noch nicht verkünden. Das „Endspiel“, so hoffen jedenfalls die Verantwortlichen, wird in der kommenden Woche beginnen. Dann soll auch das Öl-Reservoir in etwa vier Kilometern Tiefe im Meeresboden verschlossen werden. Bei dieser Operation „Bottom Kill“ will BP ebenfalls Schlamm und Zement in die Steigleitung pumpen – durch einen Nebenzugang, der seit Mai gebohrt wird.

Vor Beginn des „Kill“-Manövers hatten Ingenieure noch verschiedene Tests durchgeführt. Unter anderem wurde eine Flüssigkeit in die Steigleitung eingeleitet, um den Innendruck zu prüfen und etwaige Widerstände im Rohr aufzuspüren. Es gab keine bösen Überraschungen – und so konnte der „Static Kill“ am Nachmittag sogar schon etwas früher beginnen als gedacht.

Am Montag hatten neue Schätzungen das riesige Ausmaß der Katastrophe noch einmal vor Augen geführt. Nach Angaben von Forschern strömten nach dem Versinken der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 22. April insgesamt 4,9 Millionen Barrel Öl in den Golf von Mexiko, – das sind etwa 666 400 Tonnen. Niemals zuvor wurde eine schlimmere Ölpest registriert. Seit dem 15. Juli ist das Leck mit einer provisorischen Kappe abgedichtet.

[TechFieber Green/ari / Foto: / deepwaterhorizonresponse/cc]

Click to comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Latest News

To Top