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Laufzeit-Verlängerung von AKW Biblis: Grüne kritisieren Profit-Gier von RWE scharf

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Die Grünen haben den Energiekonzern RWE für die Übertragung von Reststrommengen auf das Atomkraftwerk Biblis B scharf kritisiert. „Wir sind empört, dass RWE alles versucht, um die vorgesehene Abschaltung zu unterlaufen“, sagte Tarek Al-Wazir, Fraktionsvorsitzender der Grünen im hessischen Landtag, heute Morgen in der „Frankfurter Rundschau“. Dies zeige, dass der RWE-Konzern die Profitinteressen über die Sicherheit der Bevölkerung stelle – zumal der letzte Störfall in Biblis noch nicht einmal eine Woche zurückliege.

RWE hat eine Reststrommenge von 8100 Gigawattstunden (GWh) vom stillgelegten Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich (KMK) auf das Kraftwerk Biblis B übertragen. Damit kann dieser Reaktor laut RWE fast ein Jahr länger laufen. Er hätte sonst etwa im Januar 2011 abgeschaltet werden müssen. Im rot-grünen Atomkonsens war festgelegt worden, dass insgesamt 21 450 Gigawattstunden aus Mülheim-Kärlich auf Biblis B übertragen werden dürfen.

Die aktuelle schwarz-gelbe Koalition in Berlin bereitet gerade eine Regelung vor, nach der Atomkraftwerke grundsätzlich länger am Netz bleiben können. Im Herbst soll ein Energiekonzept vorliegen.

Am vergangenen Freitag hatte RWE mitgeteilt, dass es zu einer kurzzeitigen Unterbrechung der Stromversorgung gekommen sei; ein Teil des Notstandssystems von Block B sei für etwa eine Minute spannungslos gewesen.

>> Alle Artikel zum „Schwerpunkt Atom-Energie“ bei TechFieber Green

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