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Widerstand aus Österreich: Keine Verlängerung der Laufzeit des AKW Isar 1 – „Radioaktivität kennt keine Grenzen“

 Österreich Keine Verlängerung Laufzeit AKW Isar 1 Radioaktivität keine Grenzen Gegen die Verlängerung der Laufzeit des Eon-Kernkraftwerks Isar 1 kommt Widerstand aus Österreich. Der Umwelt- Landesrat des Bundeslandes Oberösterreich, Rudolf Anschober (Grüne), hat „politischen Druck“ gegen eine etwaige Laufzeitverlängerung für den niederbayerischen Reaktor angekündigt. Das sagte der Landesrat, der in etwa einem Minister eines deutschen Bundeslandes entspricht, dem „Straubinger Tagblatt“ (Montag). Isar 1 soll nach dem bislang geltenden Beschluss im kommenden Jahr abgeschaltet werden. Ob es dabei bleibt, ist allerdings offen.

Für Anschober zählt Isar 1 in Essenbach bei Landshut wie die Meiler in Mochovce und Temelin zu den „riskanteren Anlagen“. Die Reaktortypen SWR 69 hätten „Mängel in der Grundauslegung“, so Anschober. Die Bürger Oberösterreichs wohnen zum Teil weniger als 100 Kilometer von Isar 1 entfernt. „Am Beispiel Tschernobyl haben wir erfahren, dass Radioaktivität keine Grenzen kennt. So dürfen auch Protest und Widerstand gegen ein solches Risiko keine Grenzen kennen“, ergänzte der Politiker.

Anschober setzt auf „Allianzen über Grenzen und Parteigrenzen hinweg.“ Man könne zwar von Linz aus nicht den Ausstieg aus der Atomenergie in Europa verfügen, aber Druck gegen Reaktoren machen, die für die Bevölkerung Oberösterreichs „ein akuteres Problem darstellen“, sagte er. Er forderte zudem die österreichische Bundesregierung zu „mehr Engagement“ gegen Isar 1 auf.

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