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Round-up: BP macht Milliarden-Verlust – CEO Tony Hayward tritt ab

 BP Milliarden-Verlust  CEO Tony HaywardWegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und der damit verbundenen Kosten hat der britische Ölkonzern BP im zweiten Quartal einen Milliardenverlust geschrieben. Wie das Unternehmen am Montag in London außerdem mitteilte, wird BP-Chef Tony Hayward zum 1. Oktober von seinem Amt zurücktreten. Sein Nachfolger wird der US-Amerikaner Robert Dudley, der bisher den BP-Krisenstab für die Aufräumarbeiten im Golf von Mexiko leitete. Der angeschlagene Ölkonzern kündigte außerdem an, weitere Vermögenswerte in Höhe von 30 Milliarden Euro zu verkaufen, um Kosten zu decken.

Der Konzern schrieb eigenen Angaben zufolge im zweiten Quartal einen Verlust von 17,2 Milliarden US-Dollar (13,3 Milliarden Euro). Im Vorjahresquartal hatte der Ölmulti noch einen Gewinn von 4,4 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Insgesamt stellte der Konzern eigenen Angaben zufolge bisher 32,2 Milliarden US-Dollar für die Folgen der Ölpest zurück. In der Summe enthalten sind 20 Milliarden US-Dollar für den angekündigten Entschädigungsfonds für die Opfer der Ölkatastrophe.

Der Verwaltungsratsvorsitzende von BP, Carl-Henric Svanberg, teilte mit, dass BP nach der Ölkatastrophe eine «andere Firma» sein werde. Dies erfordere auch eine neue Leitung. Der designierte BP-Chef Dudley arbeite seit Jahren in der Ölindustrie und habe sich als Mitglied des BP-Krisenstabes bereits bewährt.

Der 54-Jährige Dudley arbeitet seit 1998 für BP. Bis 2008 war er Chef des russisch-britischen Joint Ventures TNK-BP. Seit 2009 gehört Dudley dem BP-Verwaltungsrat an.

Ohne die durch die Katastrophe verursachten Kosten wäre die Geschäftsentwicklung von BP positiv verlaufen, teilte das Unternehmen weiter mit. Bis Ende des Jahres will der Konzern die Mehrheit der direkten Kosten des Öllecks bezahlt haben. Andere Kosten, wie Geldstrafen, längerfristige Entschädigungszahlungen oder Rechtskosten dürften sich über mehrere Jahre hinziehen, sagte der noch amtierende BP-Chef Hayward.

Durch die Veräußerungen werde sich die Verschuldung von BP innerhalb der nächsten 18 Monate auf 10 Milliarden bis 15 Milliarden US-Dollar verringern. Ende Juni betrug die Verschuldung noch 23 Milliarden US-Dollar. Der Konzern werde ein kleineres, dafür aber hochqualitatives Geschäft zur Förderung und Produktion von Öl und Gas behalten, kündigte Hayward an.

[TechFieber Green/mei/ddp]

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