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Vogel-Experten rätseln über blaue Störche in Brandenburg und Niedersachsen – Gleiche Ursache möglich

Die Blaufärbung der beiden Störche im brandenburgischen Biegen und im niedersächsischen Avendorf könnte nach Expertenmeinung die gleiche Ursache haben. Der Harburger Vogel-Experte Hans Steinert sagte am Mittwoch, er vermute, dass beide Störche mit blauen Farbkugeln beschossen worden seien. Der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree, Hans-Jürgen Müller, schloss dies ebenfalls nicht aus.

Laut Steinert, der ehrenamtlich Störche betreut, waren beide Vögel erst verhältnismäßig spät aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt. Der erste blaue Storch war vergangene Woche in Biegen gelandet, der Zweite tauchte vor wenigen Tagen in Avendorf auf. Daraus schließe er, dass vermutlich beide bei ihrer Rückkehr nach Deutschland dieselbe Route über den Bosporus genommen hatten.

Auch Müller sagte, es gebe nur zwei Flugrouten, auf denen Störche üblicherweise in ihr afrikanisches Winterquartier und wieder zurück flögen: über Spanien und die Türkei. Es sei also durchaus möglich, dass beide Tiere sich an derselben Stelle ihre blaue Farbe geholt hätten. Allerdings sei es für die Wissenschaftler noch ein ungelöstes Rätsel, woran man erkennen könne, welcher Storch welche Route gewählt habe, fügte Müller hinzu.

Da es noch nicht gelungen sei, eine Feder des Biegener Storches zu untersuchen, sei die Herkunft der Farbe immer noch unklar. «Wir gehen aber immer noch davon aus, dass der Storch mit Farbe beschossen oder besprüht wurde oder dass er in der Farbe gebadet hat», sagte Müller.

Ein Bad beider Störche in blauer Farbe in ihrem Winterquartier hält Steinert hingegen für unwahrscheinlich. «Dann wäre der Avendorfer Storch nicht so fleckig gefärbt«, argumentierte er.

Einen Besucheransturm, wie ihn das 230-Einwohner-Dorf Biegen seit der Ankunft des Storches erlebt, will man in Avendorf aus Rücksicht auf die Tiere vermeiden, sagte Steinert. Darüber macht sich Müller hingegen eher wenig Sorgen: Störche seien sogenannte Kulturnachfolger und suchten die Nähe des Menschen, sagte er. «Die Störche bleiben da cool», sagte er. Noch viel eher habe er Mitgefühl mit den Anwohnern, die langsam «die Nase voll» von all den Schaulustigen hätten.
Internet: http://re-publica.de/10

[TechFieber Green/mei/ddp]

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