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Öko-Kleidung-Skandal bei H&M und Co: Verbraucherschutzministerin Aigner mischt sich ein

greentickerDer Skandal um gefälschte Öko-Klamotten und Biobaumwolle bei Mode-Riesen wie H&M und C&A zieht immer weitere Kreise – und beschäftigen jetzt die Bundesregierung in Berlin.

Nun wettert Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner von der CSU: «Der Vorgang hätte unverzüglich öffentlich gemacht werden müssen», kritisiert Aigner die die Industrie scharf in der «Süddeutschen Zeitung» (Ausgabe vom Samstag). «Ich erwarte, dass Produzenten und Lieferanten den Fall schnell und lückenlos aufklären.»

Zuvor war bekannt geworden, dass Unternehmen wie H&M, C&A und Tchibo Opfer eines Betrugs mit angeblicher Biobaumwolle aus Indien geworden waren. Baumwolle, die an die Konzerne als «Bioware» verkauft worden war, habe gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten, schrieb die «Financial Times Deutschland» (Freitagausgabe). Das widerspreche den Ökostandards.

Aigner sagte, es müsse geklärt werden, um welches Siegel es sich handele und wie es zertifiziert worden sei. Das Ministerium betonte, dass das deutsche Bio-Siegel von dem Fall nicht betroffen sei. Denn bei Geweben, Stoffen und Baumwolle werde laut Rechtsvorschrift kein deutsches Bio-Siegel vergeben, da diese Produkte nicht in der EG-Ökoverordnung gelistet sind.

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