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Ostsee-Pipeline: Konsortium Nord Stream beantragt 2,8 Mrd Staatshilfe

welded pipes Nord-stream

Staatshilfe erforderlich: Für den Bau der deutsch-russischen Ostseepipeline hat das Konsortium Nord Stream offenbar Staatshilfen beantragt. Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» am Freitag vorab berichtete, beantragte das private Konsortium, dem neben dem russischen Mehrheitsaktionär Gazprom auch die deutschen Energiekonzerne BASF und E.ON angehören, für das Projekt Garantien und Kredite in Höhe von insgesamt 2,8 Milliarden Euro. Das gehe aus einem vertraulichen Schreiben des Parlamentarischen Finanzstaatssekretärs Steffen Kampeter (CDU) von Anfang Dezember an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor.

Dem Bericht zufolge soll Deutschland außer einer Netto-Exportkreditgarantie in Höhe von 1,6 Milliarden Euro auch 1 Milliarde Euro als Finanzkredit an das Nord-Stream-Konsortium bereitstellen. Die Rückzahlung der Kredite solle nach Fertigstellung des ersten Pipelinestrangs 2011 beginnen und sich über einen Zeitraum von mehr als 13 Jahren strecken.

Die Gesamtkosten des Projekts mit der insgesamt 1220 Kilometer langen Pipeline werden mit 7,4 Milliarden Euro veranschlagt. Die Ostseepipeline soll nach ihrer kompletten Fertigstellung jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas nach West- und Südeuropa liefern.

[tf/mast/ddp / Photo Nord Stream]

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