Smart Home einfach erklärt von A-Z

smart home einfach erklaert A-Z

Das Zuhause wird digital, die Nachfrage nach Geräten für das Smart Home brummt. Dies unterstreichen auch zahlreiche Studien: Erhebungen von Bitkom Research zufolge soll etwa mittlerweile jeder vierte Haushalt mindestens ein vernetzes Gerät Zuhause in Betrieb haben.

Aller Popularität zum Trotz gibt es angesichts der vielen neuen Begriffe und kryptischen Abkürzungen rund um das Thema Smart Home aber noch viele Unklarheiten und Verwirrungen. Daher erklären wir hier die wichtigsten Fachbegriffe von A-Z verständlich.

A wie Aktor: Dieser ist dafür verantwortlich, dass Befehle ausgeführt werden und eine konkrete Aktion folgt. Man denke beispielsweise daran, intelligente Rollläden herunterlassen, wobei ein Aktor den Rolladen-Motor aktiviert.

B wie Bluetooth: Der wohl bekannteste Smart-Home-Standard Bluetooth ist ein Funkstandard zur Vernetzung von Dingen. Die aktuelle Version 5.0 hat mehr Reichweite und Datenübertragungs-Geschwindigkeit als frühere Bluetooth-Versionen. Ausserdem können Sensoren im Smart Home seitdem größere Datenmengen wie Messergebnisse bereitstellen (Broadcast), ohne direkte, stromhungrigere Verbindungen zu einzelnen Geräten aufbauen zu müssen.

C wie Cloud: Darunter versteht man die Speicherung von Daten in der „Internet-Datenwolke“, also Cloud. Der Begriff bezeichnet primär die Gesamtheit der Internet-Server, auf denen Daten gesichert und über die Informationen oder Updates von Herstellern und sonstigen Online-Diensten bereitgestellt werden.

D wie Datenschutz: Dies ist eines der meist diskutiertesten Themen im Smart-Home-Sektor überhaupt. Persönliche und damit oftmals sehr sensible Informationen wie Kamerabilder, Zugänge zum Haus oder die  Haustechnik-Steuerung erfordern ein besonders hohes Mass an Sicherheit durch entsprechende Verschlüsselung.

E wie EEBUS: Diese Abkürzung steht für die gleichnamige internationale Initiative für vernetzte Haustechnik, Elektromobilität, Haushaltsgeräte, Energie und Smart-Home-Anwendungen. Die in Deutschland gegründete Vereinigung setzt sich insb. für einen offenen Standard ein, mit dem Geräte und Systeme herstellerunabhängig über den effizienten Einsatz von Energie miteinander kommunizieren können.

F wie Fernzugriff: Dies wird auch gerne als „Remote Access“ bezeichnet und meint den Zugriff per Smartphone-App auf Anwendungen im vernetzten Zuhause. Der Fernzugriff erlaubt es Nutzern etwa, aus der Ferne per Smartphone Bilder von Überwachungskameras anzuschauen oder die Heizung zu regeln.

G wie Gateway: Darunter ist das Gehirn oder auch die Schaltzentrale für das Smart Home zu verstehen, die die netzwerkfähigen Geräte über einen Router mit dem Internet verbindet und dabei das Zusammenspiel von Programmierung, Sensoren und Aktoren sicherstellt. Beispiel: Die Raumtemperatur soll nicht unter 20 Grad fallen. Registriert der Temperatursensor 19,5 Grad, bekommt der Aktor vom Gateway den Befehl, das Thermostatventil zu öffnen. Das Gateway wird oft auch als Bridge, Hub oder einfach Steuerzentrale bezeichnet.

I wie Internet der Dinge: Das auch mit IoT abgekürzte Internet der Dinge ist ein Sammelbegriff von Technologien, die es ermöglichen, beliebige Gegenstände miteinander zu vernetzen – etwa zum Austausch oder zur Abfrage von Daten. Oft spielen in diesem Zusammenhang Transponder, Mini-Computer und Funkmodule eine Rolle, die möglichst stromsparend laufen sollen, weil sie meist und um die Uhr aktiv sind.

K wie KNX: Dies ist ein sehr weitverbreiteter Standard für die Vernetzung von Smart Home Geräten über ein sogenanntes „Bussystem“ mit programmierbaren Schaltern ( oder auch „Aktoren“ genannt, siehe oben). Entweder wird ein separates KNX-Steuerungsnetz installiert. Bei Nachrüstungen können die Steuerungsbefehle aber auch über die Stromleitung gesendet werden (Powernet).

M wie Multiroom: Das heisst vereinfacht ausgedrückt, daass hier die Musik kabellos und synchron in verschiedenen Räumen abgespielt werden kann. Angesteuert werden die Lautsprecher oder Anlagen übers WLAN.

S wie Sensoren: Diese sind im Zusammenspiel mit den oben erklärten Aktoren die wichtigsten Elemente im Smart Home. Denn diese Sensoren rufen Informationen wie Temperaturen oder Bewegungen ab und leiten diese an die Steuerzentrale weiter von wo aus die vorab bestimmte Aktion aus. Man denke hierbei etwa an die intelligente Steuerung von Rollläden mit Servo-Motoren; sogenannte „Smart Blinds“ oder auch automatische Türöffner. 

Z wie Zigbee und Z-Wave: Energieeffiziente Funkstandards begrenzter Reichweite, die etwa in Konkurrenz zu Bluetooth stehen. Smarte Glühbirnen oder Funksteckdosen sind Anwendungsbeispiele. Geht es um größere Datenmengen, etwa bei Überwachungskameras, oder auch größere Haushaltsgeräte, etwa einem smarten Kühlschrank, kommen eher WLAN (Wireless Local Area Network) oder der kabelgebundene Netzwerk-Standard Local Area Network (LAN) zum Einsatz.

 

 

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