Das Bundeskriminalamt (BKA) bemängelt im Kampf gegen Kinderpornografie im Internet die Zusammenarbeit mit anderen Ländern. In einem Bericht für die Sachverständigenanhörung am Montag im Bundestag heißt es laut Kölner „Express“ Montagausgabe):
„Durchschnittlich sind ca. 44 Prozent der durch das Bundeskriminalamt in das Ausland gemeldeten Webseiten nach einer Woche weiterhin verfügbar.“
Im BKA zeigt man sich offenbar enttäuscht über mangelnde Kooperation bei den Ermittlungsbehörden. Das Bundeskriminalamt habe in „Gesprächen auf Leitungsebene in den USA und Russland, den Staaten, in denen die meisten kinderpornografischen Seiten gehostet werden, das deutsche Interesse an einer zeitnahen Löschung derartiger Seiten nachdrücklich dargelegt“. Ein „verändertes Löschungsverhalten“ sei jedoch „nicht erkennbar“.
mei/dapd
>> Alle Artikel zum „Schwerpunkt Internet“ bei TechFieber
