A4 – Der Chip, der das Apple iPad möglich macht

Das gestern vorgestellte Apple iPad Gadget ist definitiv die Aufmerksamkeit wert, die es bekommt. Der Unterschied zu anderen Tablets ist nämlich, dass Apple nicht nur ein Gerät anbietet (das haben andere Hersteller wie Fujitsu schon vor sechs Jahren getan), sondern eben ein vollständiges Ökosystem dafür.

Was im ganzen Trubel über den aufgeblasenen iPod Touch (das ist es nämlich auch irgendwie) untergeht, ist eine technische Revolution, die schwere Erschütterungen in der Halbleiterbranche auslösen dürfte: Der A4.

Wir kennen diese Bezeichnung bisher eher aus dem Automobilsektor, beim iPad beschreibt sie allerdings nichts mit Rädern dran, sondern einen Apple-eigenen Prozessor. Das ist nun die Sensation hinter der Sensation: Apple baut eigene Chips.

Wie ist das möglich? Durch den Kauf der kleinen US-Prozessorfirma PA Semi im vergangenen Jahr. Auf der Basis der relativ offenen Baupläne des britischen Chip-Design-Hauses ARM stellte PA Semi, jetzt in Apple-Besitz, einen Prozessor mit einem Gigahertz Arbeitstakt und integrierter Grafikfunktion zusammen. Von der Konstruktionsweise erinnert der A4 an das multifunktionale Herzstück eines Smartphones, nur eben grösser. Durch seinen Einsatz im „alles verändernden“ iPad macht die zum A4 modifizierte ARM Cortex-A9 MPCore CPU allerdings den Weg frei für leistungsfähige Mobilgeräte, die ohne stromfressende x86-Chips von Intel oder AMD auskommen.

Diese Chips gab es schon vorher, aber erst gestern hat ihr Siegeszug begonnen. Computer diese Erde, begrüsst eure neuen Silizium-Herrscher!

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One Response

  1. fritzinger 29. Januar 2010
  2. Pingback: Computerwelt 29. Januar 2010
  3. Pingback: Links 29.01.2010 | Stetix 29. Januar 2010

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