Web-TV: ProSiebenSat.1 setzt auf Online-Gaming

Couch-Potatoes? Von wegen: Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 will Fernsehzuschauer zu Daddlern machen. Auf „prosiebengames“ oder „sat1spiele“ gibt es entsprechende Online-Spiele. Sie sind kostenlos, aber das Unternehmen hat hohe Erwartungen an seine junge Geschäftssparte, wie Finanzvorstand Axel Salzmann der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag) sagte.

Geplant seien weitere Übernahmen, sagte Salzmann. „Wir wollen von der klassischen TV-Werbung unabhängiger werden und schauen uns vor allem für unseren Bereich ‚Digital & Adjacent‘ um, aber auch für unser Produktionsgeschäft.“ Vor knapp einem Jahr hat ProSiebenSat1 erst die Online-Spielsparte „Burda ic“ des Burda-Verlags gekauft und wenige Monate später einen Kontrakt mit dem Sony-Konzern geschlossen, um dessen Online-Games in Europa vermarkten zu können. „Web-TV: ProSiebenSat.1 setzt auf Online-Gaming“ weiterlesen

[AMD11] Audiovisual Media Days in München: Wie wir morgen fernsehen werden

Das Fernsehen ändert sich, weil neue Verbreitungswege für Bewegtbild zur Verfügung stehen. Auf diese prägnante Diagnose kann man die aktuelle Diskussion um Smart-TV und den Markteintritt neuer Mitspieler in die Programmdistribution bringen. Um solche Fragen ging es bei den Audiovisual Media Days im Juni in München.

Schon die Auswahl der Referenten zeigte, aus welcher Ecke man diesen Wandel betrachten wollte. Kein Vertreter des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, statt dessen RTL, Pro7, Verlage und Werbetreibende. So fragte die erste Podiumsdiskussion auch forsch: „Was wir von der Vereinigung von Fernsehen und Internet erwarten dürfen.“ Man könnte ja auch fragen, was wir von dieser Vereinigung befürchten müssen.

Dass die Entwicklung aus Sicht von Google, d.h. Google-TV oder Youtube, sehr erfreulich verläuft, untermauerte Dr. Stefan Tweraser, Chef von Google Deutschland, mit Zahlen. Für 2013 erwarte man, dass 90 % des Internetverkehrs aus Video bestünden. Konsumenten und Werber schätzten diesen Verbreitungsweg gleichermaßen. In jeder Minute würden auf Youtube 35 Stunden Video hochgeladen. Kostenpflichtige Videos würden gut angenommen, und allzu nervige Werbung werde vom Nutzer sofort abgestraft. So gesehen hätte man hier die Zukunft des Fernsehens vor sich. „[AMD11] Audiovisual Media Days in München: Wie wir morgen fernsehen werden“ weiterlesen

Web-TV: Mobilfunk-Riese Vodafone geht mit eigener IPTV-Plattform an den Start

Web-Fernsehen: Mobilfunk-Riese Vodafone geht mit eigener IPTV-Plattform an den StartNicht ganz so schnell wie ursprünglich geplant, startet Vodafone sein bereits im Herbst angekündigtes TV-Angebot. Ab Donnerstag sind in der Basisversion rund 50 Programme von zwölf Sendern in hoher Auflösung (HD) zu empfangen.

Vodafone führt das Internet-Fernsehen (IPTV) mit Kabel- und Satellitenfernsehen auf einer Oberfläche zusammen. Zu der Basisversion mit rund 50 Programmen von zwölf Sendern kommen vier kostenpflichtige Themenpakete von Pay-TV-Sendern hinzu. Programme des Senders Sky sollen einem Vodafone-Sprechers zufolge später hinzukommen, ohne dass eine zusätzliche Box erforderlich wird. „Web-TV: Mobilfunk-Riese Vodafone geht mit eigener IPTV-Plattform an den Start“ weiterlesen

Streaming auf Knopfdruck: TV-Fernbedienungen sollen Button für Netflix erhalten

Streaming auf Knopfdruck: TV-Fernbedienungen sollen Button für Netflix erhalten

Es ist ein Zeichen für den Wandel der TV-Branche in Amerika: Der Video-Downloaddienst Netflix bekommt eine eigene Taste auf den Fernbedienungen einiger Fernsehgeräte bekannter Hersteller wie Sony, Sharp und Toshiba. Von Frühjahr an wollen mehrere Marken auch die Remotes ihrer Blu-ray-Player mit dem direkten Weg zum Internet-Video versehen, wie Netflix mitteilte. Per Tastendruck sollen so Angebote des Online-Video-Dienstes bequem auf den Screen webfähiger TV-Geräte gebracht werden.

Der Dienst hat in Nordamerika mehr als 16 Millionen Kunden und setzt die etablierten Videotheken massiv unter Druck. Marktführer Blockbuster ging im vergangenen Jahr auch pleite, weil die Kunden sich lieber die Filme online herunterluden. Dazu trägt auch der niedrige Abo-Preis bei. Netflix gibt es ab acht Dollar im Monat.

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[TV] Ich glotz Web-TV: Immer mehr Deutsche schauen über Satellit oder Internet fern

Studie Web-TV mehr Deutsche schauen über Satellit oder Internet fern
Die Deutschen schalten bei der Fernsehausstattung allmählich um und schauen mehr und mehr ihr TV-Programm über Satellit oder das Internet. Wie das Magazin „Focus“ unter Berufung auf die Marktforschungsstudie Communication Networks 14.0 meldet, geht der Anteil der Kabelanschlüsse seit 2005 kontinuierlich zurück. Der Wert fiel von 57,6 Prozent in 2005 auf 52,7 Prozent in diesem Jahr. Parallel dazu stieg die Ausstattung mit Satellitenempfangsanlagen von 41,2 Prozent (2005) auf 45,7 Prozent (2010).

Der gleiche Trend ist bei Digital-Receivern oder Set-Top-Boxen (von 9,2 Prozent auf 17,1 Prozent) und Internet-TV zu verzeichnen (von 3,2 in 2007 auf 5,4 Prozent in 2010). „[TV] Ich glotz Web-TV: Immer mehr Deutsche schauen über Satellit oder Internet fern“ weiterlesen

Boxee Box: Schräger Würfel für Web-TV

Boxee Box: Schräger Würfel für Web-TV HD-Streaming

D-Link bringt seinen neuen Netzwerkplayer mit offener Mediacenter-Software noch in diesem Jahr auf den Markt. Herz des Players mit HDMI-Anschluss und Intel-Atom-Prozessor ist die offene Boxee-Plattform, für die Entwickler Programme schreiben können.

Mit der schwarzen Boxee Box, die durch ihr würfelförmiges Design auffällt, können HD-Filme (1080 p), Fotos und Musik aus Internet oder Heimnetzwerk auf Fernseher oder Anlage wiedergegeben werden. Neben zahlreichen anderen Anwendungen sind bereits Apps für Facebook und Twitter auf der Box vorinstalliert, neue Beiträge können Nutzer direkt auf der Fernbedienung verfassen, deren Rückseite eine QWERTZ-Tastatur ist. „Boxee Box: Schräger Würfel für Web-TV“ weiterlesen

Sony Google TV: Allein unter Hackern

Die Sony Hardware zum neuen Google TV Distributionssystem läuft, soweit man hört, mit Android als Betriebssystem. Erste Erfolgsmeldungen auf einem Android-Forum künden nun davon, dass besonders fleissige Security-Spezialisten bereits kurz nach dem Verkaufsstart eine Hintertür gefunden haben, die voraussichtlich direkt in den Kern des Systems führt. Das bedeutet, man kann bald alles mögliche Unterhaltsame damit anstellen. Zum Beispiel etwaige Restriktionen umgehen, sowas wie Bezahlsysteme oder Kopierblocker oder dergleichen. Wir lernen ein weiteres Mal: Die technische Entwicklung ist nicht aufzuhalten.

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[IFA] Nachlese, die dritte: Ist Deutschland bereit für 3D-HD?

Philips Cinema 21:9 Platinum Series 3D-TV 3D-Kino Wohnzimmer

Bei der Deutschen TV-Plattform wurde, unter der Leitung von Dr. Dietrich Westerkamp, ebenfalls eine 3-D-Arbeitsgruppe zur Koordination einer möglichen 3-D-Einführung eingerichtet, die im November ein Symposium zum Thema abhalten wird. Das dortige Diskussionsthema Ist Deutschland bereit für 3D-HD? darf man getrost jetzt schon verneinen.

Die geradezu überstürzte Einführung von 3-D hat bei beiden Haupttreibern, der Film- und der Geräteindustrie, den Zweck, ein neues Innovationsziel zu setzen, das bessere Margen und höheren Umsatz mit sich bringt. Einfaches HD ist für Hersteller (finanziell) uninteressant geworden, die LED-Hintergrundbeleuchtung wird gerade zur Standardausstattung, also brauchte man ein neues Qualitätsmerkmal. „[IFA] Nachlese, die dritte: Ist Deutschland bereit für 3D-HD?“ weiterlesen

[IFA] Nachlese, die zweite: Wie soll 3D übertragen werden?

IceDrop AOC 3D-TV

Den europäischen Fernsehzuschauer beunruhigt die Frage, wie 3-D, das offenbar zwischen Hollywood und Japan ausgeheckt wird, als Ausstrahlungsnorm in die DVB-Familie eingefügt wird. Prof. Dr. Ulrich Reimers (TU Braunschweig) ist tatsächlich für eine 3-D-Arbeitsgruppe zuständig und bedauerte die Schnellschüssigkeit der 3-D-Markteinführung ebenfalls.

Bis zum Jahresende werde man bei DVB allerdings einige wichtige Details geklärt haben, u.a. was die Behandlung nachträglicher graphischer Bildelemente wie Untertitel, Laufbänder und Logos betrifft. Eine Standardisierung der Brillen wird nötig sein, und natürlich muss alles auch für künftige autostereoskopische Endgeräte passen. „[IFA] Nachlese, die zweite: Wie soll 3D übertragen werden?“ weiterlesen