Nach VW räumt auch Mercedes Mangel von Chips ein

Nach Volkswagen hat auch der Daimler-Konzern Schwierigkeiten bei der Bestellung von Chips eingeräumt. „Ja, auch wir sind wie die gesamte Autoindustrie von Engpässen bei Halbleitern betroffen“, zitiert die Automobilwoche Daimler-Chef Ola Källenius.

Ein Grund läge in der Covid-19-Pandemie, die zu Schwankungen geführt habe, so der Manager in einer Telefonkonferenz: „Wir versuchen dies mit unserem flexiblen Produktionssystem im Hintergrund auszugleichen.“ Volkswagen hatte kürzlich prognostiziert, dass durch den Mangel an Chips möglicherweise mehr als 100.000 Autos im neuen Jahr nicht gebaut werden könnten. „Momentan werden fortlaufend Gegenmaßnahmen und Alternativen geprüft, um die Auswirkungen des Lieferengpasses und damit die Zahl der betroffenen Fahrzeuge zu begrenzen“, betonte VW nun auf Anfrage der Branchen- und Wirtschaftszeitung.

Halbleiterindustrie: Autobauer haben zu spät bestellt  

Unterdessen werfen die Halbleiterhersteller der Automobilindustrie Versäumnisse vor, sie hätten bereits im Herbst die Vorbereitungen treffen müssen. „Manche Kunden haben zu spät bestellt. Daher kommen wir jetzt in einigen Bereichen mit der Lieferung nicht hinterher“, heißt es beim niederländischen Produzenten NXP. Schnelle Abhilfe sei nun kaum möglich. „Denn von der Produktion komplexer Chips bis zur Lieferung dauert es drei Monate oder mehr“, erklärte ein NXP-Sprecher. Ein hochrangiger Manager eines Wettbewerbers wurde in der Automobilwoche deutlicher: „Es ist ihnen zu spät eingefallen, was sie brauchen.“

Foto: Envato Stock

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