Daimler Produktion: Deutsche Autobauer sollen mehr kooperieren

Daimler Produktion: Betriebsrat fordert mehr Zusammenarbeit zwischen deutscher Hersteller Betriebsrat vonDaimler will eine deutlich erweiterte Kooperation der deutschen Autobauer. „Ich bin der Meinung, dass beim autonomen Fahren eine breite Allianz der deutschen Hersteller notwendig ist“, so der BR-Boss Michael Brecht des Stutgarter Autoriesen in der „Automobilwoche“. „Hier wird es am Ende wie in der Luftfahrt einen Standard geben, der nicht entscheidend für den Wettbewerb ist.“ Wunschziel: Autobauer kooperieren mehr.

Engere Zusammenarbeit mit BMW notwendig

Brecht plädierte auch für eine noch engere Zusammenarbeit des Daimler-Konzerns mit dem direkten Konkurrenten BMW. „Es wird sicherlich notwendig, in mehr Punkten zusammenzuarbeiten. Vor allem da, wo viel Geld benötigt wird und die Differenzierung nicht leidet“, so Brecht. Daimler kooperiert mit BMW bei Mobilitätsdiensten, der Entwicklung von Fahrassistenzsystemen und einer Einkaufsplattform.

Daimler Produktion: Standorte sollen stabil gehalten werden

Trotz der neuerlichen Gewinnwarnung des Daimler-Konzerns sollen Stellenstreichungen in Deutschland vermieden werden. „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir mit den Bordmitteln über die Runden kommen“, sagte Brecht. „Ich bin froh, dass wir andere Ansagen an die Belegschaft machen als Ford, Opel oder auch VW, die ja alle Jobs abbauen.“ Der Ausbau des Werks im ungarischen Kecskemét sei verschoben worden, stattdessen werde der GLC nun in Sindelfingen gebaut.

Autobauer kooperieren

„Uns geht es in erster Linie darum, die bestehenden Produktionsstandorte stabil zu halten“, betonte Brecht. Dazu soll auch die Fertigung von Komponenten für die Elektromobilität beitragen. „Wir kämpfen hier gerade um die Arbeitsplätze und wollen den elektrischen Antriebsstrang in Untertürkheim machen, damit die Aggregate-Werke ausgelastet sind“.

Fehlende Facharbeiter und Lieferanten sorgen für Probleme in den USA

Wenn Daimler-Chef Ola Källenius in den nächsten Tagen die Zahlen zum zweiten Quartal verkündet, wird der Konzern nach einer neuerlichen Gewinnwarnung einen Verlust von 1,6 Milliarden Euro ausweisen. Das hatte es zuletzt vor zehn Jahren gegeben. Schuld daran sei auch die eingeschränkte Verfügbarkeit von Fahrzeugen. „Eine Ursache für die Anlaufprobleme sind sicher die fehlenden Facharbeiter und Lieferanten beispielsweise in den USA“, sagte Brecht. Er forderte: „Wir müssen die Probleme jedenfalls schnell abstellen und dann genau analysieren. So etwas darf uns nicht mehr passieren.“

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