Klimaschutz Verkehr

Wenn Deutschland im Verkehr beim Klimaschutz seine Ziele verpasst, kann das für die Steuerzahler einer Studie zufolge teuer werden. Das Kölner New Climate Institute hat im Auftrag von Greenpeace errechnet, welche Kosten auf die Bundesregierung zukommen könnten, wenn sie die EU-Ziele für den Ausstoß von weniger Treibhausgasen in den Bereichen Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft verpasst – und welchen Anteil daran der Verkehr hätte.

Klimaschutz Verkehr: Ganz heikle Sache

Sie kommen auf bis zu 36 Milliarden Euro. Allerdings gibt es in der Rechnung einige Unbekannte. Am Mittwoch und am Donnerstag tagt erneut eine von der Bundesregierung eingesetzte Arbeitsgruppe zum Klimaschutz im Verkehr.

Warum kommen überhaupt Kosten auf Deutschland zu? Energiewirtschaft und große Industrie handeln in Deutschland mit Emissionszertifikaten, die ihnen den Ausstoß von Treibhausgasen erlauben. Für Bereiche außerhalb des Handels gibt es für die EU-Staaten verbindliche Reduktionsziele, für Deutschland bis 2030 um 38 Prozent gegenüber 2005.

Verschmutzungsrechte kaufen: Klimaschutz Verkehr

Schafft Deutschland das nicht, müsste die Bundesregierung wohl bei anderen Staaten übrig gebliebene Verschmutzungsrechte kaufen. Unklar ist, was diese kosten – und wie viele Deutschland braucht.

Bereits 2016 hat die damalige schwarz-rote Koalition für einzelne Sektoren, auch den Verkehr, Klimaschutz-Ziele festgelegt. Der CO2-Ausstoß von Autos, Lastwagen und anderen ist seit 1990 nicht zurückgegangen – soll aber bis 2030 um 40 bis 42 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken.

„Würde der Verkehrssektor nur etwa die Hälfte der nötigen Einsparungen erreichen, liegen die Kosten zwischen 5 und 26 Milliarden Euro“, heißt es in der Analyse. Schaffe der Sektor drei Viertel des Ziels, lägen die Kosten zwischen 3 und 16 Milliarden Euro.

Die Experten gehen von Preisen zwischen 20 und 100 Euro pro Tonne CO2-Äquivalent aus.

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