Nutzfahrzeuge von MAN und Scania

Gemeinsam sind sie stark: Perfektes Timig kann man das nennen, denn unmittelbar vor dem Börsengang (IPO) der Muttergesellschaft Traton legen die Lkw-Hersteller Scania und MAN erste Erfolge ihrer Partnerschaft vor. Die Allianz treibt Früchte, vorallem die neue Antriebs-Generation soll durch die Zusammenarbeit deutlich schneller fertiggestellt werden. So sagt das zumindest Scania-Chef Henrik Henriksson im MAN Scania Doppelinterview mit seinem MAN-Kollegen Joachim Drees bei den Kollegen der Automobilwoche.

 MAN Scania Allianz: Drei bis vier Jahre schneller

„Wir sollten etwa drei bis vier Jahre schneller sein“, ergänzte Drees. Der Antriebsstrang spiele beim Ziel, jährlich Synergien von 700 Millionen Euro zu erreichen, „eine zentrale Rolle“. „Die Synergien durch gemeinsame Entwicklung ergeben sich bei unseren Entwicklungs-Zyklen naturgemäß erst mittel- bis langfristig. Hier haben wir also noch Potential“, betonte Drees. „Derzeit stammen die Synergien vorwiegend aus dem gemeinsamen Einkauf – ein Ergebnis unserer Arbeit der letzten drei Jahre“, so Henriksson.

Keine Nachfrageänderung bei Nutzfahrzeugen

Eine konjunkturelle Eintrübung verspüren beide Nutzfahrzeughersteller bislang nicht. „Der Auftragseingang ist derzeit jedenfalls besser als die Stimmung, die man vernimmt“, sagte Drees. Scania erhält von vernetzten Lkw Informationen über das Nutzungsverhalten der Speditionen. „Das sieht aus wie im vergangenen Jahr. Bei der Transportnachfrage sehen wir aktuell keinen Unterschied“, betonte Henriksson.

Nutzfahrzeuge von MAN Scania jetzt schon sparsam

Die EU-Entscheidung, wonach der CO2-Ausstoß von Trucks bis 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent sinken muss, sehen beide Unternehmenschefs als sehr ambitioniert. Henriksson unterstrich: „Wir müssen es schaffen“, Drees sagte kurz und bündig: „Es gibt keine Alternative.“ Zugleich machte er deutlich: „Es ist ja nicht so, dass wir erst seit den EU-Plänen darüber nachdenken würden, den Verbrauch und damit den CO2-Ausstoß zu reduzieren.“

Antriebsstrang spielt „zentrale Rolle“

Die Unternehmen arbeiteten über viele Jahrzehnte intensiv an der Senkung des Verbrauchs. „Nutzfahrzeuge sind daher schon heute extrem sparsam. Denn jeder Liter mehr Verbrauch schmälert den Gewinn des Spediteurs. Je nach Preis entfallen insgesamt rund ein Drittel ihrer Kosten auf den Treibstoff.“ Kunden brauchten daher möglichst sparsame Fahrzeuge. Und je geringer der Verbrauch, desto geringer der CO2-Ausstoß.

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