Volkswagen will Tesla abhängen

Volkswagen ändert seine Produktstrategie und sieht künftig Tesla als wichtigsten Herausforderer anstelle der asiatischen Volumenkonkurrenten. „Tesla wird sich mit seinem innovativen Geschäftsmodell nicht nur auf das Premiumsegment beschränken, sondern seine Fähigkeiten auch auf das Volumensegment auszurollen versuchen. Daher fokussieren wir uns im zukünftigen Wettbewerb sehr stark auf Tesla und weniger auf Toyota oder Hyundai“, so VW-Markenchef Herbert Diess in der neuen Ausgabe der „Automobilwoche“.

„In den USA werden wir Tesla früher als geplant mit einem geeigneten I.D.-Modell begegnen“, ergänzte VW-Strategiechef Michael Jost. Nach Informationen der Automobilwoche soll dieses Auto zwischen Teslas Model 3 und Model S angesiedelt sein sowie 2021 auf den Markt kommen. Es soll von Leistung, Reichweite und Kosten her auf den US-Markt zugeschnitten sein.

„Mit unserem Elektrobaukasten sind wir der Konkurrenz weit voraus. Darauf werden wir mehrere Millionen Fahrzeuge für die großen Märkte USA, Europa und China bauen“, betonte Strategiechef Michael Jost und fügte hinzu: „So konsequent macht das kein anderer.“

VW will aber auch wieder mit konventionellen Geländewagen punkten und plant neben Tiguan und Atlas ein neues Einstiegs-SUV für die Vereinigten Staaten. „Wir haben die USA noch längst nicht aufgegeben. Von zentraler Bedeutung wird unsere SUV-Strategie sein“, sagte Jost.

Informationen der Automobilwoche zufolge gehen interne Planungen von jährlich weltweit bis zu 500.000 verkauften Einheiten des neue Einstiegs-SUVs aus. Zudem wird das Preisgefüge für mehr Konkurrenzfähigkeit geändert. „Wir waren in den USA preislich bisher immer über dem Wettbewerb positioniert. Das ändern wir gerade und müssen dafür natürlich auch unsere Kostenstruktur verbessern“, sagte Jost.

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