Hermann: In Stuttgart müssen 40.000 Autofahrer umsteigen

In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart, die von allen Großstädten in Deutschland am stärksten mit Feinstaub belastet ist, müssten 40.000 Autofahrer künftig ihr Fahrzeug stehen lassen, um die gesetzlichen Feinstaubwerte einhalten zu können.

Das sagt Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) im Gespräch mit der Zeitschrift auto motor und sport. „Wir gehen davon aus, dass dauerhaft rund 20 Prozent der 200.000 Autofahrer, die täglich in den Stuttgarter Talkessel reinfahren, auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen oder rein elektrisch fahren müssten.“

40.000 Autofahrer in Stuttgart müssen umsteigen

Nicht zufrieden ist Hermann, dass während des Feinstaubalarms in Stuttgart nur drei Prozent der 200.000 Einpendler ihr Auto haben stehen lassen. „Ich persönlich hatte gehofft, zehn Prozent würden auf das Auto verzichten“, so Hermann. Natürlich sei es schwer „alte Gewohnheiten zu ändern. Aber klar ist auch: Wenn wir in Stuttgart und anderen großen Städten dauerhaft bessere Luft haben wollen, müssen wir nicht nur einige Tausend, sondern einige Zehntausend Bürger in der Region überzeugen, sich umzustellen.“

Hermann rechnet damit, dass Stuttgart um Zwangsmaßnahmen zur Reduzierung des Autoverkehrs nicht herumkommt. „Die EU hat uns deutlich gesagt, dass wir es zwar noch mal mit freiwilligen Maßnahmen versuchen können, wir aber nach zwei Jahren belegen müssen, dass diese etwas gebracht haben“, so Hermann. „Wenn nicht, müssen wir erklären, wie wir die Luft verbessern wollen. Und da bleiben uns nur ordnungsrechtliche Schritte.“

+ via auto motor und sport | Foto: MotorBlog/MomentiMedia

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