MotorSport | FIA fordert Datenschreiber bei nationalen Rennen für Unfall-Daten

FIA fordert Datenschreiber für Unfalldaten

Nicht nur in FIA-Rennen, sondern auch in nationalen Motorsportveranstaltungen sollen künftig Black Boxes eingesetzt werden, um über genauere Unfalldaten zu verfügen. Dazu will die FIA eine besonders günstige Box entwickeln, die sich selbst Privatfahrer leisten können.

„Wir bauen gerade eine weltweite Unfalldatenbank auf. Die nationalen Clubs sollen uns in Zukunft über alle Unfälle unterrichten und so weit wie möglich mit Daten versorgen“, sagte der neue FIA-Sicherheitskoordinator Laurent Meckies der Zeitschrift auto motor und sport. „Dazu entwickeln wir eine ADR, die auch für Privatfahrer bezahlbar ist.“ Ein Formel-1-Team muss für die Jahresmiete des Hochleistungs-Datenschreibers 70 000 Euro zahlen, ein Privatfahrer soll sich eine Grundausstattung schon für 500 bis 700 Euro kaufen können.

Das Ziel der FIA ist es, künftig alle Rennautos mit Datenschreibern auszurüsten. Schon heute sind die Geräte bei FIA-Rennen Pflicht. Das Problem sind die nationalen Rennen, von der lokalen Rallye bis zum Autoslalom. Hier hofft die FIA, mit den günstigen Geräten voran zu kommen und die Zahl der Todesopfer im Motorsport zu senken. „Weltweit sterben pro Jahr 100 Menschen im Motorsport, je 50 Prozent auf zwei und vier Rädern“, sagte FIA-Sicherheitsexperte Andy Mellor auto motor und sport. Diese Zahl will die FIA nicht länger hinnehmen.

+ via auto motor und sport | Foto: Red Bull Racing

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